Dancing Queen – Kapitel 2

caskett_by_slaveformusic-d5gxm3n - Bearbeitet+#+#+#
Kapitel 2
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Am Freitag war er wieder im Florentinas. Und sah sie.

Aber sie wirkte anders auf ihn. Es schien als würde sie jemanden suchen, so wie sie ihre großen Augen über die Menge schweifen ließ. Jemand speziellen.

Castle saß auf seiner typischen Bank im oberen Bereich des Clubs, der nur für VIPs reserviert war, die einmalig einen beachtlichen Betrag dafür zu bezahlen hatten. Seinen Scotch in der Hand studierte er sie. Noch war der Club nicht sehr voll und er konnte ihr smaragdgrünes Kleid im Detail wahrnehmen. Rick wusste, dass sie ihn nicht sehen konnte von der Tanzfläche aus und genau deswegen hatte er den Betrag gerne bezahlt.

Dies war der Grund gewesen, wieso er nach dem ersten Freitag an dem er sie gesehen hatte, und dann ohne Gina unterwegs war, mit dem Besitzer gesprochen hatte, der ihm nicht nur die Mitgliedschaft verkauft hatte sondern auch diesen einen speziellen Sitzplatz reservierte. Er hatte dafür gesorgt, sie jeden einzelnen Freitag beobachten zu können.

An diesem Freitag hatte Gina ihn telefonisch wissen lassen, dass der Verkauf des neuen Nikki Heat Romans äußerst gut verlief. Immer mehr Männer kauften seine Bücher, was vielleicht auch auf die detailgetreue Beschreibung seiner Nikki Heat zurückzuführen war. Und diese Männer waren besessen von Nikki.

Das Bild, welches er von Nikki malte war eindeutig. Sie war eine selbstständige junge Frau mit einer dunklen Vergangenheit, die durch den Mord an ihrer Mutter dominiert wurde. Bis Rook in ihr Leben getreten war, gab es eher Sport und Sex in enger Verbindung, keine ernsthaften Beziehungen. Keine Beziehungen, die man eine solche hätte nennen können. Sie war schön, bildschön. Körperbewusst. Selbstbewusst. Und obwohl er ihr einen Touch von leichtem Mädchen geben wollte, konnte er dies nicht, seitdem er Kate etwas besser kannte. Das war weder Nikki noch Kate – ihre rein sexuelle Partnerschaft mit ihrem Sparring-Partner war eine ernst gemeinte und nur auf da eine beschränkte Angelegenheit. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Mehrheit der Anwesenden würde sein Buch nicht gelesen haben, trotzdem schien sich heute jeder anders zu verhalten. Zumindest kam es Rick so vor.

An diesem Abend tanzte sie mit einer Frau, einer jungen Frau mit feuerrotem Haar. Er kannte sie nicht. Wahrscheinlich hatte Kate sie hier zum ersten Mal getroffen.

Sie berührte die fremde Frau, ließ ihre Hände über die Seiten ihres Körpers gleiten, an den Hüften verharren. Es war nicht überdurchschnittlich erotisch, doch dann bewegte die Fremde ihre Hand über Kates Brust und das war sicherlich nicht unabsichtlich gewesen. Kates Kopf hob sich, starrte die Frau nun an. Sie lächelte. Kate schien es zu gefallen. Sie küsste die Fremde nicht, doch ließ sie es zu, wie die feuerroten Lippen ihren eigenen Hals berührten, ihre Schulter.

Niemals hatte Rick sich etwas wie das hier vorstellen können, nicht einmal in seinen intimsten Fantasien! So erotisch, im höchsten Grade erotisch. Erotisch. Exotisch. Sinnlich.

Anfänglich hatte er seine eigene Hand nicht wahrgenommen, die an seinen Schritt geglitten war, und sich nun selbst berührte, massierte, durch den Stoff seiner Hose. Wie lange würde er sich kontrollieren können? Wie lange würde es ihm gelingen, nicht nächsten Schritt nicht zu wagen?

Beckett war immer, vom ersten Tag an, in der Lage gewesen, ihn zu erregen und das nicht nur leicht, so dass man es verstecken konnte. Und all das, ohne ihn überhaupt zu berühren. Das faszinierte ihn. Er erinnerte sich noch gut daran, dass er sich mehr als nur beherrschen musste, als sie am Schießstand gestanden hatten und sie ihm erklärt hatte, wie man schießen würde. Ihr Gesicht war so nahe dem seinen gewesen, ihre Hand hatte die seine berührt und ihr Körper hatte diese wohlige Wärme ausgestrahlt, die der seine sofort aufgesogen hatte. Zum ersten Mal hatte ihr Körper den seinen berührt.

Und nun konnte er seine Blicke nicht abwenden und doch wusste er, dass es gefährlich war. Wenn es so weiter gehen würde, wäre ein Debakel in seinen Hosen vorprogrammiert. Das konnte nicht passieren. Das war schon seit seiner Zeit im College nicht passiert.

Die Rothaarige war nun hinter Kate, presste ihren Körper gegen den der jungen Polizistin, ihre Hände waren überall –  und eine schien unter dem Saum von Kates sehr kurzen grünen Kleid zu sein.

Rick konnte sich nur vorstellen, was diese Hand gerade zwischen den Beinen seiner Katherine Beckett tat. Seiner?

Kates Kopf war zurückgeworfen, gegen die Schulter der fremden Frau, ihr Mund offen, ihre Augen geschlossen. Wie sollte er sich kontrollieren, beherrschen können? Wie?

Aber er konnte sie nicht wissen lassen, dass er sie beobachtet hat, für Monate. Nicht auf diese Art und Weise.

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Das erste, was er am kommenden Morgen machte, als er sich aus dem Bett erhoben hatte, eine Tasse frischgebrühten Kaffee in Händen hielt und hinter seinem Schreibtisch platznahm – er nahm ein Exemplar seines Buches zur Hand.

Richard schlug die erste Szene auf, in der er sie tanzend beschrieben hatte – die erste Szene, in der sie sich wiedererkennen würde. Dann griff er nach seiner Füllfeder und schrieb in seiner typischen Handschrift auf die Seite: „Gleicher Tag, gleicher Ort – nur du und ich?“

Mittels Fahrradkurier ließ er ihr das Buch am Montag zustellen, der Sonntag hätte nichts gebracht, da sie nicht am Revier sein würde. Zumindest vermutete dies Rick.

Doch er erhielt auch am Montag keinerlei Antwort, nicht am Dienstag. Dieses Verhalten von Kate war er nicht gewohnt. Er hatte damit gerechnet, dass sie wütend, in Rage vor seiner Türe stehen würde, ihn anschreien, anfauchen und eventuell ihm das Buch nachwerfen würde. Doch nichts dergleichen geschah.

Vielleicht hatte sie keine Zeit gehabt sein Buch zu lesen?

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Als es Freitag war, hatte er eher enger geschnittene dunkelblaue Armani Jeans an und ein dunkelblaues Hemd, die oberen Knöpfe hatte er wie so oft offen gelassen. Kaum hatte er Platz genommen, seinen Scotch bestellt, entdeckte er Kate.

Ihr Haar war hochgesteckt, nur wenige Kringel fielen hinab. Es war lang geworden. Ihr Kleid war feuerrot, ohne Träger. Es sah eher wie ein langes Tube-Top aus, nicht besonders lang, aber es reichte über ihren Po. Es betonte all ihr Kurven perfekt. Ihre Augen waren dunkel geschminkt, ihre Lippen dunkler als sonst.

Manchmal fragte sich Richard, wo sie an Abenden wie diesem ihr Geld versteckte. Oh, er konnte an Stellen denken, aber dies sollte er nicht.

Er schien nicht der einzige zu sein, der sie auf der Tanzfläche sofort entdeckt hatte. Drei Männer, alle jünger als er selbst, begannen schon sich um sie zu scharen, um sie zu tanzen. Sie wollten ihre Aufmerksamkeit für sich gewinnen, jeder einzelne für sich.

Wie immer flirtete sie etwas, tanzte mit jedem, machte die anderen inzwischen etwas eifersüchtig. Es war ein Spiel, ein gefährliches Spiel.

Rick wusste mittlerweile, wie das Spiel funktionierte. Die Prozedur. Wie schnell sie normalerweise reagierte. Nicht Schritt für Schritt, eher alles oder nichts.

Er ging auf die Tanzfläche hinunter. Tanzte. Er bewegte sich zu ihr. Wie Kate reagieren würde, wusste er nicht, war sich sogar etwas unsicher.

Kate ignorierte ihn, zumindest schien es so. Nur, was hatte er zu verlieren? Er bewegte seine Hüften, bewegte sich hinter sie, während sie mit den anderen drei Männern tanzte, mit ihnen flirtete.

Zuerst umfassten Ricks Hände Kates Hüften. Sie stieß ihn nicht weg, griff nicht nach seinen Händen um sie wegzudrücken. Auch nicht, als sie an ihren Bauch glitten und er seinen Körper hart an den ihren presste. Durch den dünnen Stoff des Kleides konnte er die Wärme ihrer Haut wahrnehmen, das Material war dünn, so dünn. Dann wanderten seine Hände über ihren Körper, ziellos. Über ihren trainierten Bauch und sie war nicht dabei ihn umzubringen.

Das Gegenteil war der Fall. Sie ließ ihren Po kreisen, presste ihn hart gegen seine Erektion, die sich nicht mehr verbergen ließ. Sie flüchtete nicht. Wie lange würde er dies durchstehen? Wie lange könnt er all dem hier widerstehen?

Kate machte sein Leben nicht einfacher und jetzt, jetzt war es besonders schwer. Castle musste sich zügeln, musste im Geiste Bilder abrufen, die das genaue Gegenteil von der Frau darstellten, die gerade ihren trainierten, festen Po gegen ihn presste.

Es war unglaublich, wie perfekt ihr Körper zu dem seinen passte.

Seine Hände waren nun kurze Zeit wieder auf ihrem Bauch, pressten ihren Körper gegen den seinen, um die Reibung, die sie erzeugte zu unterbinden, bevor seine Hand an ihre Brust wanderte, als würde sie freitags nie etwas anderes machen, als wäre es etwas vollkommen Natürliches.

Die Bässe der Musik ließen den Boden erbeben und Kate ließ sich führen. Sie ließ Rick ihre Schulter mit seinen Lippen liebkosen, sogar in die Schulter beißen durfte er sie und ihre Reaktion war eine unerwartete – ein Stöhnen. Sie presste ihren Körper fester gegen den seinen, griff mit ihren Händen rücklings an seine Hüften und legte ihren Hals zur Seite.

Alle drei Männer, die Kate gegenüber standen und tanzten, gaben nicht auf, umgarnten sie. Doch immer, wenn ihr einer zu nahe kam, steckte Richard sein Territorium weiter ab. Eine Hand umfasste immer noch ihre Brust, die andere lag tief auf ihrem Bauch und mittlerweile waren Kates Augen geschlossen, ihr Mund leicht geöffnet.

Nur wie sollte es nun weitergehen? Wann würde Castle die magische Grenze überschreiten? Wieso ließ sie sich überhaupt auf ihn ein?

Doch hatten sich Richards rationale Hirnfunktionen schon lange verabschiedet, in dem Moment, in dem er das erste Mal gemerkt hat, dass sie ebenso erregt war wie er, so spürte er ihre fest zusammengezogenen Brustwarten unter seiner Hand, denen er noch mehr Aufmerksamkeit schenkte. Und Kate ließ ihn gewähren.

Sie ließ überhaupt alles gewähren, das fiel Rick nur nicht recht auf, weil er zu sehr damit beschäftigt war, seine Lippen über ihre Schulter gleiten zu lassen, langsam den Hals hinauf, den so sensiblen Punkt hinter ihrem Ohr liebkoste, der sie noch ungeduldiger ihr Gesäß an ihm reiben ließ. Dann biss er ihr in die Schulter und sie stöhnte nur auf.

Schließlich drehte er sie um, presste ihre Brust gegen die seine.

Kurz blickte sie ihn an. Ihre Lider waren schwer, der Mascara dick aufgetragen und trotzdem blickte sie ihm tief in die Augen. Waren es Sekunde? Keiner der beiden konnte es recht sagen. Seine Lippen fanden die ihren und sie schmeckte nach, nach was schmeckte sie? Whiskey und Kaffee? Whiskey auf alle Fälle und er musste innerlich grinsen, wissend, dass sie wahrscheinlich genügend Kaffee über den Tag verteilt getrunken hatte, um auch nach Kaffee zu schmecken.

Ihre Lippen waren gierig, seine noch gieriger. Zähne prallten aufeinander, Hände verfingen sich in Haaren, glitten dann rasch über entblößte Haut und den wenigen Stoff, der sie voneinander trennte.

Immer noch hämmerten die Bässe, die Menschen um sie bewegten sich zum Takt der Musik. Es wäre gelogen gewesen, würde jemand behaupten, dass niemandem aufgefallen wäre, was gerade mitten auf der Tanzfläche von statten ging – nein, man bemerkte es, belächelte es.

Alle Besucher des Clubs, die jeden Freitag anwesend waren, kannten Kate und wussten, wie sie mit Männern flirtete, sie dann aber stehen ließ und nun sahen sie, wie es weitergehen konnte. Sie beobachten, während sie tanzten, das Geschehen bewusst.

Einmal brach Rick kurz den Kontakt zwischen ihren Mündern ab, blickte sie an. Kates Augen waren schwarz, ihre Pupillen geweitet, ihre Lippen rot und leicht geschwollen, ihre Haut an der Schulter feucht von Schweiß.

Castle lächelte sie an, bevor er sich abermals die wenigen Zentimeter zu ihr hinabbeugte und mit der Spitze seiner Zunge ihre Unterlippe nachzog.

Sie war seine Droge und Drogen machten süchtig, süchtig nach mehr.

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Ende Kapitel 2

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About starthebuck

Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
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