Kabale und Liebe – Kapitel 5 & 6

huddy

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Kapitel 5 & 6

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„Wieso hast du mich gesucht“, fragte er sie, immer noch zögernd.

„Du bist einfach abgereist, einfach geflüchtet.“

Die Knöpfe über der weitesten Stelle ihres Bauches spannten, gingen gerade noch zu. Doch er sah ihre Schönheit, eine, die unverändert schien. Sie war noch schöner, glühte förmlich von Innen heraus.

„Mama …. Hunger …“, merkte Rachel an und lief auf Lisa zu.

Gregory beobachtete sie, wie selbstverständlich sie in die Knie ging um aus dem Kinderwagen eine kleine Box mit Keksen herauszunehmen, wie selbstverständlich die Kleine sie öffnete, nachdem sie sich auf einen Sessel gesetzt hat, mit Cuddys Hilfe.

„Du solltest nicht so schwer heben“, merkte House an. Sich selbst ermahnte er, ihr das nächste Mal zur Hand zu gehen und sie nicht darauf hinzuweisen. Aber er beobachtete gerne, liebte es, sie zu sehen.

„Danke für den Hinweise“, entgegnete sie ihm etwas sarkastisch.

Ohne sie groß zu fragen, machte House zwei Telefonate von seinem Büroanschluss und Cuddy bekam mit, das er sich den restlichen Tag gerade freigenommen, er alle Termine abgesagt hatte.

„Lass uns doch wo anders sprechen, das ist nicht die richtige Umgebung für Rachel.“

House fragte nicht lange, nahm die Kleine auf den Arm, als hätte er in den letzten Jahren nichts anderes gemacht, und forderte sie auf, mit ihm zu kommen. Es war die Art zu sprechen, die früher so gut funktioniert hatte. Der andere wusste genau, was der andere wollte, auch wenn man ab und an nicht danach handelte. Ein ungeschriebenes Gesetz.

Auch nach dem Ort fragte er nicht lange und fuhr sie mit seinem Wagen zu seiner Wohnung. Mittlerweile war diese  sehr heimelig geworden, hatte Charakter gewonnen.

+++

Cuddy legte den Mantel ab, setzte Rachel auf einen Teppich vor den offenen Kamin, in dem House ein Feuer entfachte. Ihm war bewusst, dass er diesem Gespräch nicht entkommen konnte. Wochen, Monate hatte er sich überlegt, was er ihr sagen würde, würde es jemals dazu kommen.

„Hast du etwas anderes für mich“, fragte Lisa und zeigte auf das Hemd.

Innerlich tat es ihm leid, dass er nicht von selbst darauf gekommen war, ihr etwas Bequemeres anzubieten.

Das Gitter vor dem Kamin schützte Rachel vor dem Flammen und ließ es zu, dass Lisa und Greg gemeinsam den Raum verlassen konnten. Er ging voran in Richtung Schlafzimmer. Der Raum war immer noch in Creme gehalten, wie es seine Vorgänger gestaltet hatten. Das Bett war groß, Kingsize, und der Bettüberwurf hatte einen beigen Ton, die Polster waren in verschiedenen Brauntönen.

Ohne ihn zu fragen, setzte sie sich auf sein Bett. Das Bild, welches sich ihm bot, gefiel ihm. Es wäre eine Lüge, würde er dies abstreiten.

„Was hättest du denn gerne? Ein T-Shirt, einen Sweater?“, fragte er aber warte erst gar nicht auf eine Antwort sondern griff nach einem für ihn großen grauen T-Shirt und einer Sweatshirtjacke. Er gab sie ihr nicht einfach sondern setzte sich auf das Bett zu ihr und begann vorsichtig, wartend, dass sie seine Hände stoppen würde, das Hemd aufzuknöpfen, die wenigen Knöpfe, die geschlossen waren. Er blickte immer wieder in ihre Augen, wartete darauf, dass sie flüchten würde, etwas sage – aber nichts war der Fall. Sie ließ ihn gewähren, auch seine Hände, als sie langsam über den entblößten Bauch glitten und das Wesen, welches sich wild darin bewegte, fühlte.

Gott, wie sie ihm abgegangen war. Nicht, sein Job sondern der tägliche Anblick der sich ihm bot, die Möglichkeit sie anzustarren und den Fakt, dass sie ihn zwar immer wieder mahnte, ihr nicht in den Ausschnitt zu starren aber ihn niemals davon abhielt.

Er wollte nicht nur das Wesen spüren sondern mehr von ihr, alles. Er wollte sie neben sich fühlen, wenn er schlafen ging und wenn er aufwachte. Sie war ihm nachgereist, hatte ihn gesucht, ihn nicht angeschrien, verurteilt, beschimpft. Nichts dergleichen war passiert. Vielleicht fühlte sie das gleiche?

„Wieso bist du nach Irland gekommen?“, fragte er vorsichtig, leise und in einer House so unüblichen fast zärtlichen Art und Weise.

Anfänglich schwieg sie und griff nur nach seiner Hand, ließ beide auf ihrem Bauch rasten, dann aber, nach einigen tiefen Atemzügen, ergriff sie wieder das Wort. „Du solltest die Wahrheit kennen“, sagte sie leise, „ Ich kann doch kein Kind auf die Welt bringen und dich davon nichts wissen lassen, dem Vater.“ Tief in seine Augen blickend, schloss sie noch an: „Ich habe dich vermisst Greg…. Erst wenn jemand weg ist, weiß man, welch wichtige Position er in einem Leben gehabt hat.“

Bedacht lehnte er sich zu ihr und seine Lippen berührten sanft die ihren. Sie waren weicher, rosiger und schier perfekt. Er konnte Erdbeerlipgloss schmecken, als sie ihren Mund gegen den seinen bewegte.

„Ich …“, stammelte er kurz, als er Luft holte, „ich habe mich nach dir gesehnt.“ Kurz hatte er daran gedacht, ihr seine Liebe zu gestehen aber dies würde sie wahrscheinlich aus der Fassung bringen, weil es unerwartet käme und sie diese Worte von ihm niemals erwartet hätte.

Sie verwehrte seinen Händen nicht den Zugang zu ihrem Körper, als sie vorsichtig über diesen wanderten, tanzten.

Doch bevor er ihr weiter zeigen konnte, wie sehr er nach ihr verlangte, stolperte Rachel ungeschickt ins Zimmer und beendete somit den Kuss.

„Mama“, schrie sie, als sie auf ihren Knien landete.

Ohne etwas zu sagen, hob House sie auf, beruhigte sie und als er sich umdrehte, war Cuddy bereits in das Shirt gehüllt, die Jacke um ihre Schultern geworfen.

+++

Gemeinsam aßen sie, tranken Tee und plauderten. Rachel verhielt sich, wie jedes andere Kleinkind. Der Nachmittag verging wie im Flug. Die Gespräche blieben oberflächlich. House wollte Details, wollte alles über die Schwangerschaft wissen.

„Wir sollten gehen“, sagte Lisa irgendwann und wollte Rachel auf den Arm nehmen.

„Bleibt doch.“

„Greg …“

„Ich meine es ernst, Lisa, bleibt. Es ist hier genügend Platz für alle und wir könnten uns etwas intensiver über das neue Mitglied …“

„House ….“, brüllte Rachel und streckte ihre Arme in Richtung Gregory aus, um von ihm gehalten zu werden. Diese Geste war Cuddys Antwort, um zu bleiben. Ihre Tochter fühlte sich scheinbar wohl und sie ebenfalls, auch wenn sie auf ihre Liste von Fragen bisher keine Antwort bekommen hatte.

++++

Und Cuddy blieb über Nacht. Sie hatten gemeinsam Rachel auf der Couch ein Lager gerichtet und ohne viele Worte zu verlieren waren sie kurze Zeit danach selbst ins Bett gegangen.

Auch wenn es viele nicht verstehen würden, House war immer noch verwirrt, perplex. Er würde bald Vater werden, hatten den Großteil der Schwangerschaft allerdings nicht miterleben dürfen, da er sich selbst im Weg gestanden war. Allerdings war seine Flucht für ihn nur ein logischer Schritt gewesen, den er machen musste. Er musste Princeton verlassen, musste seinen eigenen Weg gehen, um endlich frei zu sein,  Lisa Cuddy aus dem Kopf bekommen.

Es war ihm immer bewusst gewesen, dass er sie niemals besitzen würde, dass sie sich niemals herablassen würde, offiziell mit ihm eine Beziehung einzugehen. Er war vielleicht immer ihre Schwäche gewesen, und er hatte stets gewusst, welche Knöpfe er drücken musste, um das zu bekommen, was er wollte, damit sie nicht lange auf ihn böse war. Natürlich war es immer aufs Neue ein Spiel mit dem Feuer, ein Spiel, das er gerne spielte. Er liebte es sich zu verbrennen, wenn es um die Frau ging, die gerade im Bett, tief schlafend neben ihm lag.

Niemals hatte er ihr gut getan und als Lucas auf der Bildfläche erschien, wusste er, dass seine Zeit vorbei war. Er hatte alle Chancen, die er jemals gehabt hatte, verspielt. Zu sehr war er stets ein Kind, dem man nicht vertrauen konnte. Und jetzt? Er wurde Vater.

Vater.

Erinnerungen an seine eigene Kindheit hatten ihm glauben lassen, dass es besser war, sich nicht fortzupflanzen. Wenn man den Großteil seiner Kindheit in Angst lebt, Panik hat eine Note die schlechter war als ein „C“ nach Hause zu bringen, weil es sein konnte, dass man Gürtel, Reitgerte und eventuell auch noch den Holzpantoffel zu spüren bekäme, dann erkennt man, dass Vaterschaft vielleicht nicht das sein konnte, für das man erschaffen worden war. Niemals wollte er einem Kind dasselbe zumuten, das ihm zugemutet worden war. Daher hat war Sex immer nur Sex gewesen, von Liebe war nie die Rede gewesen – vielleicht einst einmal, bevor man ihm zum Krüppel gemacht hatte.

Einst hatte er beschlossen, niemals Kinder in die Welt zu setzen.

Niemals das Risiko einzugehen, dass er so werden könnte, wie sein Vater es gewesen war. Ein Tyrann. Ein Schläger. Ein Abhängiger. Einmal war es Scotch, dann Bourbon und ab und an diverse Frauen, die er sich aus ärmeren osteuropäischen Gegenden hatte einfliegen lassen.

Nicht nur einmal hatte er seine Mutter grün und blau geschlagen, bis er eines Tages gemeint hatte, dass er sich nie trauen würde, einen Mann zu schlagen – womit er sich selbst gemeint hatte – und dann war es nicht mehr sie gewesen sondern all der Hass war gegen den Sohn gerichtet.

Nächte und Morgen hatte es gegeben, an denen er in der Schule nicht fünf Minuten ruhig auf dem Stuhl sitzen konnte, da sein Rücken und Hinterteil in allen nur Gott erdenklichen Farben schillerte.

Und vor genau diesem House’schen Phänomen hatte er Angst. Angst, dass er jemals seine Hand gegen Lisa erheben würde.

„Greg“, hörte er plötzlich eine Stimme, die ihn aus seinen Gedanken riss.

„Hm …“

Beinahe zärtlich griff sie nach seiner Hand, zog ihn etwas näher an sich heran und ließ seine Hand auf ihrem Bauch wieder Platz finden.

„Denk nicht so viel nach. Es wird schon werden.“

„Woher …“

„Dein Schnaufen zwischen den Gedanken. Wir können das Geschehene nicht ändern. Wir müssen einfach eine Möglichkeit finden, damit umzugehen. Es wird dauern. Ich habe auch Zeit gebraucht, bis ich es verarbeitet habe, dass ich doch noch Mutter werde. Aber jetzt, jetzt scheint es jeden Tag realer zu werden.“

Langsam, ihre Hand immer noch auf der seinen rastend, glitt diese in liebevollen Kreisen über den Bauch und Greg konnte das Weisen spüren, welches sich unter der gespannten Haut bewegte. Vorsichtig, fast schwebend, wanderten seine Finger zu ihren Brüsten, stets darauf wartend, dass sie ihn stoppte, ihn davon abhielt sie noch weiter zu berühren. Aber nichts dergleichen passierte. Zuerst wog er sie in seinen Händen und dann ließ er Lisa sich langsam auf den Rücken drehen und stets Augenkontakt haltend, zog er ihr T-Shirt über den Bauch, ihre Brust und half ihr, es ganz auszuziehen. Als junge Frau hätte sie sich nie so vor ihm entblößt, wäre stets darauf bedacht gewesen, ihre Brüste zu bedecken. Aber heute, Jahre später, offenbarte sie ihm ihre neu gewonnene Weiblichkeit. Und wie er seine „Zwillinge“ liebte! Sie waren runder, voller, die Brustwarzen fast schwarz. Auf ihrem Bauch erkannte er die berühmte dunkle Linie, die sich von ihrem Bauchnabel in Richtung Schambereich erstreckte.

Es war ein Anblick für Götter.

Nein, er blickte, von seiner sitzenden Position, nun auf seine Göttin hinab.

Sie war schön, fast zu schön um sie anzusehen.

„Greg?“ Lisas Stimme war leise, fast ein Wispern.

„Ich könnte dich stundenlang so anschauen. Alles ist so perfekt an dir.“ Seine Erklärung schien ihr so anders als all das, was er ihr in den USA jemals ins Ohr geflüstert hatte. Gregs Finger strichen über ihren Körper, wie Wellen sanft Muscheln umspülten. Keine Gefahr war in Sicht.

Sekunden später, ohne weitere Worte zu verlieren, hatten seine Lippen die ihren Gefunden und seine innere Stimmer erklärte ihm wiederholt, dass es ein Fehler war. Nicht in der ersten Nacht, die sie wieder an seiner Seite war, sollte er sie nehmen. Er hatte sie nur in seinen Armen halten wollen, ihre Wärme spüren, den Duft ihrer Haut und Haare einatmen.

Als sie beide Luft holen mussten, rastete seine Nase auf der ihren, Houses‘ Augen geschlossen.

„Wir sollten nicht weiter …“, versuchte er zu sagen, keine Wünsche und Gefühle wieder unter Kontrolle zu bekommen, seine Erregung abklingen zu lassen. Doch dies schien nicht ihr Plan zu sein. Mit einer freien Hand griff sie nach seinem Glied, welches hart gegen seinen Bauchnabel gerichtet war.

„Es scheint, als würde den Körper etwas anderes wollen als dein Kopf House“, kommentierte sie mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Lisa …“

„House, glaub mir …“

„Aber …“

„Wie viele Frauen war es, seitdem du die Staaten verlassen hast.“

„Wenige, viel weniger als sonst. Siân. Wir haben immer ein Kondom verwendet.“

Sie nickte und zog ihn in einen weiteren Kuss zu sich. Es schien als konnte sie nicht genug von ihm bekommen.

„Du hast keine Ahnung, wie sehr ich mich nach dir gesehnt habe“, beichtete Lisa ihm.

Viele Gedanken schossen Gregory nun gleichzeitig durch den Kopf. War dies ein Liebesgeständnis? Was sollte er antworten? Was erwartete sie von ihm? …

Sanft, zärtlich massierte seine Hand ihre Brust, spielte mit der Brustwarze. Er würde sich an deren neue Größe und ihr Gewicht schnell gewöhnen können.

Einige Minuten und Küsse später lag House auf seinem Rücken und Lisa saß auf seinem Becken, seine Erektion an die richtige Stelle pressend.

„Lisa willst du wirklich …“

„Gott, ja …“ Und mit einer  ihrer kleinen flinken Hände zwischen ihren Beinen und einem kurzen Anheben ihres schwangeren Körpers, hatte sie ihn in sich aufgenommen und stöhnte laut auf, als er sie komplett füllte. „Gott House, ja …“

Eine seiner talentierten Hände befand sich an ihrer Hüfte, oder was davon erhalten geblieben war, die andere an ihrer Brust. Er hatte nicht gedacht, dass seine Cuddy diese Position mögen würde, dass sie sich überhaupt so dominant zeigen würde, um das Ruder in die Hand zu nehmen.

Langsam begann sie sich auf und ab zu bewegen, ließ ihr Becken kreisen und entlockte damit House das eine oder andere Geräusch.

Und er musste sich nun eingestehen, dass er nie einen schöneren Anblick hatte genießen dürfen, wie die wogenden Brüste, den prallen Bauch und all das über ihm und er tief in ihr verborgen. Immer wieder glitt ihr sein Name über die Lippen, immer öfter stöhnte sie laut auf und kombinierte seinen Namen mit dem Gottes. Er wusste nicht, wie lange er noch ruhig bleiben konnte, wie lange er diese süße Tortur noch aushalten konnte, bis er in sie kommen würde.

Er wollte seinen Rhythmus gehen, wusste aber, dass es wichtig war, in einer Situation wie dieser, Lisa das Tempo angeben zu lassen. Vielleicht würde sie ihm die Chance geben, dass er ihr zeigen konnte, in der nahen Zukunft, wie er sie am liebsten nehmen würde.

Doch der Augenblick war perfekt.

Seine Hände umschlossen nun beide Brüste, seine Daumen strichen immer wieder über ihre Brustwarzen und ließen sie aufstöhnen.

„House … ich …“, und bevor sie noch mehr Worte finden konnte kam sie. Stark. Intensiv. Sie zitterte am ganzen Körper und riss House mit sich. Seine Hüften bewegten sich rasch einige Male zu den ihren, er hatte einfach nicht mehr ruhig halten können.

„Lisa, ja ….“

Und als sie eine halbe Stunde später, tief schlafend neben ihm lag, fand er keinen Schlaf. Er studierte ihr makelloses Gesicht, die feinen Züge, die langen Wimpern und zartrosa Lippen.

„Wenn du nur wüsstest, wie sehr ich dich liebe“, flüsterte er sanft, als er ihr durchs Haar strich.

+++

THE END

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About starthebuck

Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
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