Swinger Club – Kapitel 4

2013-05-04 08.03.29 - Bearbeitet+#+#+

Kapitel 4

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Elliots Hauptproblem war im Moment, dass er seine Augen nicht von seiner „Frau“ nehmen konnte, was aber auch einige andere Männer kaum schafften. Kathy hatte nie Wert auf Wäsche wie diese gelegt, niemals für ihn etwas besonders angezogen, stets Ausreden gehabt, wieso dies nicht möglich sei – Schwangerschaft, noch nicht genug abgenommen, Schwangerschaftsstreifen, ein schier endloser Zyklus. 

Wenn er ehrlich mit sich war, hatten sie das Licht meistens ausgeschalten oder zumindest stark gedimmt, Kathy zog ihr Nachthemd quasi nie aus und überließ ihm all die „Arbeit“.  Orale Stimulation war ein Fremdwort für sie – sündhaft.

Als sie im Orgienzimmer ankamen, war dieses bereits gut besucht. Olivia vermutete, etwa zwanzig Paare gesehen zu haben, die sich im Club bisher vergnügten. Seine Ehefrau war hinter ihm hergegangen und konnte nicht aus, seinen durchtrainierten Allerwertesten anzustarren. Was sollten sie in diesem Zimmer nun tun? Wie nahe würden sie sich kommen?

Sein Rücken war wohl definiert, jeder einzelne Muskel bewegte sich, wenn er ging, seine Arme bewegte. Was für ein Muskelspiel!

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Am Anfang schien es kein Problem zu sein, einfach am Rand zu sitzen, und zu beobachten. Olivia saß zwischen seinen Beinen, aber aus Vorsicht lehnte sie sich nicht an ihn an, sie wollte nicht mit seiner warmen Haut in Kontakt kommen. Es wäre gefährlich.

Doch irgendwann kam ein weiteres Paar in den Raum und setzte sich genau gegenüber von ihnen hin, in die gleiche Position. Er war in sehr dunkler Afroamerikaner und sie ebenfalls, ihre Haare waren in kleine Zöpfchen geflochten und sie trug eine cremefarbene Korsage, Olivias Ensemble nur in einer anderen Farbe. Es wurde nicht gesprochen, nicht einmal zugenickt. Man saß sich gegenüber.

Als die Frau sich an ihren Mann anlehnte, tat dies Olivia auch. In dem Moment, in dem der Fremde seine Hand auf den Bauch seiner Partnerin legte, tat Elliot dies. Der eine mimte den anderen. Wortlos.

Elliot war in Zugzwang geraten, als der Fremde langsam begann, die Korsage der Frau aufzuschnüren, etwas, das auch bei Olivias möglich wäre. Bisher waren es nur Berührungen gewesen – am Bauch, an der Hüfte, am Brustansatz, dem Hals, hinter dem Ohr und anderen sensiblen Stellen.  Aber bisher war alles im Rahmen verlaufen. Elliot wollte sie Fragen, ob er die sie aufschnüren dürfe, aber dies wäre zu offensichtlich gewesen. Inzwischen hatte das Gegenüber keine Korsage mehr an, war von dem einengenden mit Spitzenbesetzten Satin befreit.

Seine Hände waren warm, rau und doch auch auf dieselbe Art und Weise auch sanft. Olivia verlangte von sich selbst, es zwar zu genießen und somit mitzuspielen aber auch die Kontrolle zu behalten. Sie sah der Frau in die Augen, die ihr gegenüber saß, und sie war schön. Wunderschön. Die Haut war wie dunkle Schokolade vom Farbton, die Proportionen wohl geformt, trainiert und doch weiblich. Ebenholz. Das Weiß ihrer Augäpfel leuchtete förmlich.

Der Mann hinter ihr war nicht ganz so dunkel. Auf seinem Oberarm konnte man ein Tattoo erkennen, was es genau war allerdings nicht. Beide trugen keinerlei Schmuck, nur Eheringe. Beide hatten feingliedrige Hände, manikürten Fingernägel.

Es wäre eine Lüge gewesen, wenn sie behaupten würde, dass sie diese ganze Situation nicht erregen würde und dass sie Elliots wachsende Erektion gegen ihren Rücken pressen spürte, stimmte all dem noch zu. Noch nie zuvor hatte sie jemand beobachtet, ihr hatten öffentliche Zuneigungsbekundungen nie gefallen. Stets hatte sie auf Privatsphäre gesetzt. Und nun? Jetzt saß sie einem Paar gegenüber, das sie imitierte, alles versuchte auf einander abzustimmen. Es war erregend. Etwas Anderes. Etwas Neues. Verboten und doch nicht. Irritierend.

Vielleicht auch, weil es Elliots Hände waren, die nun begannen das dünne Satinband zu lösen. Er konnte nicht sehen, was er offenlegte, nur fühlen und er fühlte Neues. Für ihn unerforschtes Terrain. Allmählich öffnete sich die Korsage, das Band wurde länger in seinen Fingern. Länger und länger. Ihre olivfarbene Haut wurde für ihr Gegenüber mehr und mehr sichtbar. Als Elliot das Band ausgefädelt hatte, hielt er es in Händen, studierte es fast, im selben Augenblick schob er mit der anderen Hand die Korsage weg. Nun saß Olivia, seine Olivia, ohne etwas Schützendes vor ihm. Ja, es erregte ihn, er war kurz davor einen Fehler zu machen – zu flüchten oder  sich einfach über sie herzumachen aber das Paar kontrollierte das Spiel im Moment. Er konnte nicht anderes. Er musste den unausgesprochenen Spielregeln gehorchen.

Der Mann zog den Kopf seiner Partnerin an seine Schulter, küsste ihren Hals, während seine andere Hand sanft eine Brust in die Hand nahm, sie wiegte, mit dem Daumen über die Brustwarze strich. Nie hatte er gedacht, dass sich ihre Brüste so schwer anfühlen würden.

Ihr Körper hatte sich im Laufe der letzten vier Jahre verändert. Sie war nicht mehr die Größe 36 tragende junge Polizistin, die vieles persönlich nahm, innerlich oftmals Rache schwur.  Jetzt waren es wahrscheinlich zwei Größen mehr, sie hatte mehr Kurven. Oder versteckte sie diese bloß nicht mehr?

Elliot sagte sich immer wieder, als seine Hände über ihren Körper glitten, dass er sich selbst stoppen sollte, er hatte Grenzen überschritten aber hat sie sich all dem irgendwann verweigert, ihn wissen lassen, dass sie all dies nicht wünsche? Nein.

Genoss sie es? Er sah ihr Gesicht nicht, merkte nicht, dass sie angespannt war. Ihre Hände befanden sich nun auf seinen Oberschenkeln, glitten sanft auf und ab, massierten seine Muskeln und sie musste seine Erregung nun spüren, musste fühlen, wie diese zwischen  ihrem Rücken und seinem Bauch eingeklemmt war. Beinahe schmerzte. Sich nach Berührung sehnte. Verlangte, von Fingern, einem Mund oder anderen Körperteilen umschlossen zu werden.

Sekunden später hatte sich die Position des Gegenübers geändert. Der Mann lag mit seinem ebenmäßigen muskulösen Körper auf dem Rücken, die Frau saß auf seinem Becken, links und rechts ein Bein, ihre Hände auf seinen Schultern. Wie sehr es ihm gefiel, war unübersehbar für Olivia und Elliot.

Würde Liv zu weit gehen, wenn sie dies auch mimen würde? Aber viel Zeit zum Nachdenken blieb ihr nicht, innerhalb weniger Augenblicke befand sich Elliot in derselben Position und sah nun zum ersten Mal ihren nackten Oberkörper. Und ja, es gefiel ihm, was er sah. Livs Bauch war flach, gut trainiert ohne dass man Muskel genau wahrnehmen konnte. Seiner hingegen war absolut durchtrainiert, kein Gramm Fett war an diesem zu sehen. Als Olivia ihre Hände auf die Schultermuskeln legte, spürte sie kurz, wie diese zuckten. Sein Brusthaar war nicht intensiv ausgeprägt. Seine Schultern waren glatt. Sie blickte auf die schwarze Frau hinüber und diese wartete darauf, dass sie sich in Position befinde um weiterzumachen.

Zuerst strichen die Hände über die Brust des Partners, die Fingerspitzen stimulierten. Sensibilisierten. Dann rutschte sie mit ihrem Gesäß in Richtung Knien und ihre Lippen berührten sein Schlüsselbein. Liv tat es ihr gleich. Diese Lippen platzierten Küsse sanfte Küsse von einem Oberarm zum anderen, die Zunge strich über das Herz, kostete die Haut. Herb, salzig und doch süß. Elliot.

Ihre Brüste strichen über seinen Bauch, als ihre Zunge  um seine Brustwarze zirkelte.  Elliots Hände waren nun an ihren Hüften, umklammerten diese fest, als hätte er nie wieder vor, sie loszulassen. Kurzzeitig waren seine Augen geschlossen, doch merkte er, dass er dann nicht beobachten konnte, weder Olivia noch das andere Paar.

Natürlich gefiel es Liv auch, diese Macht über einen männlichen Körper zu haben. Sie spürte zudem, wie sehr ihm diese Tortur ihres Mundes gefiel, oder war es der Fakt, dass er beobachtet wurde? Es war etwas Anderes, etwas Gefährliches. Erotisches.

Die Fremde ließ ihr Zunge in den Nabel ihres Partners eintauchen, küsste die Linie zwischen Nabel und Shorts hinab und die Hand wanderte dann an den Gummi und zog diesen langsam über die Hüftknochen hinab, die Erektion kam zum Vorschein. Olivia hielt kurz Inne. Ging dies nun zu weit? War dies das gefährliche Terrain? Elliots Hände konnten nun nicht mehr auf ihren Hüften liegen, zu weit war sie bereits seine Oberschenkel hinab gerutscht. Mehrmals sagte sie sich, dass auch dies ein Teil der Mission war, dass man genau deswegen sie ausgesucht hatte, da sie auch solchen Strapazen standhalten konnten. Strapazen oder Gefahren?

Und schlussendlich tat sie es ihr gleich. Kurzzeitig musste sie sich zurücknehmen, um nicht aufzustöhnen, als sich seine wahre Größe ihr offenbarte. Sie biss sich auf die Lippe, ließ ihre Zunge über dieselben wandern

Als sich ihr Mund dann um seinen Penis schloss, musste Elliot die Augen schließen, sich immer wieder vorsagen, dass sie an einer Undercover Operation teilnahmen und Olivia ansonsten solche Sachen niemals machen würde. Er erklärte sich, mehrmals, dass dies nicht Olivia war, die ihre Lippen über ihn wandern ließen, die zu wissen schien, was sie tat und dies gut tat, ihre Hände nun zwischen seine Beine gleiten ließ, um mit seinen Hoden zu spielen. Nein, das war nicht Olivia, es war Lily. Seine Ehefrau, nicht seine Partnerin.

Aber bald wurde all das verdrängt durch das Hochgefühl, das sich in ihm verbreitete. Olivias Lippen waren auf seiner Haut. Wie lange er sich noch zurückhalten konnte, war ihm nicht klar.

Olivia hingegen wusste, spürte, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis dies vorbei war. Immer wieder hatte sie seine Hüften etwas an den Boden drücken müssen, damit er durch seine Bewegungen dieser sie nicht beinahe verletzte. Er war ein großer und kräftiger Mann, auch hier und sie hatte ihre Mühe gehabt, anfänglich ihn aufzunehmen, da sie noch nie ihre oralen Künste an einem Mann seiner Größe praktiziert hatte. Sie gestand sich auch ein, dass es ihr zuvor nie besonders viel Spaß gemacht hatte, Fellatio durchzuführen. Meist kannte sie die Männer nicht gut, wusste nicht, wann sie das letzte Mal geduscht hatten – Kleinigkeiten wie diese. Aber bei Elliot war all dies anders. Mehrmals hatte sie sich im Laufe der letzten Jahre vorgestellt, wie es wohl sein würde, ihn in sich zu spüren. Man eine Nacht hatte sie damit verbracht, sich diesen Fantasien hinzugeben. Nicht nur einmal war es er gewesen, den sie vor ihrem geistigen Auge sah, wenn sie sich selbst befriedigte. Und nun, nun hatte sie Kontrolle über ihn. Absolute Kontrolle.

Vielleicht waren es fünf Minuten, vielleicht mehr, Elliot hatte alle Zeit vergessen, als er schlussendlich kam. Er genierte sich, ihr nicht Bescheid gegeben zu haben, aber es passierte schlussendlich so schnell, unangekündigt  – es war eine Berührung ihrer Hand gewesen, die ihn final dazu gebracht hatte.

Als Elliot seine Augen wieder öffnete, war das zweite Paar bereits gegangen, Olivia war gerade dabei ihre Korsage wieder zu schnüren. Sie schaute ihn nicht an, war mit dem dünnen Band beschäftigt, es in die kleinen Ösen zu fädeln. Elliot richtete sich auf, zog seine Shorts wieder über sein Gemächt und ging auf Knien in Olivias Richtung. Auch als er sie berührte, seine Hand zärtlich auf seine Schulter legte, bewegte sie sich nicht.

Schließlich griff Elliot nach dem Band, ließ Olivia die Korsage zusammenhalten und er zog das Band von einem Loch zum anderen, schnürte sie wieder ein und legte, als er die Masche gemacht hatte, seine Arme um sie, schloss diese um sie, presste ihren Körper an sich.

Elliot war nicht in der Lage danke zu sagen, wusste nicht, was er überhaupt sagen sollte. Was angebracht war und was nicht. Was sollte man in einer Situation wieder dieser überhaupt sagen? Welche Worte finden?

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Ende Kapitel 4

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About starthebuck

Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
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