The Perfect World – Kapitel 4

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Kapitel 4

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Janes Wut konnte durch ihr abruptes Verlassen nicht geschmälert werden. Mit einer Tasse Kaffee stand er im Wohnzimmer, nun wieder ganz Jack, und beobachtet Lisbon, wie sie sich auf den Bauch legte, Shirts und Shirt hatte sie bereits abgestreift, und das Bändchen ihres Bikinioberteils löste, schließlich zu lesen begann.

Würde jemand kommen und sie ansprechen, hätte sie kein Oberteil an und würde ihre Brüste zeigen, was Jane noch mehr zur Raserei brachte. Wie konnte sie nur? War das die wahre Lisbon, die täuschte und tarnte? Die nur vorgab, ein braves katholisches Schulmädchen gewesen zu sein und in Wahrheit alle Register zog? 

Das Problem war allerdings, dass Jane vergaß, dass sie immer noch eine Rolle spielte und diese sehr gut. Eigentlich sollte er sich bewusst sein, dass Animiermädchen wenig Kleidung trugen und sie dies bei den Poker-Abenden auch machen würde, denn ihr Körper war ihr Kapitel und so hatten sie sich schließlich kennengelernt – wer wollte da schon Bikinistreifen am Rücken eines dieser Mädchen sehen? Zudem musste sie mit denen von Sharon Greyson mithalten und sie konnte nicht wissen, was sie erwarten würde. 

Das erste Mal fiel Patrick Jane die Differenzierung zwischen Schauspiel und Realität sehr schwer. 

„Wahrscheinlich ist das der Grund, wieso aus uns niemals …“, murmelte er vor sich hin, als ein Mobiltelefon im Haus läutete. Er suchte kurz danach und fand es in der Küche, das seinige.

„Reichs“, meldete er sich. 

„Gehen sie ins Badezimmer des blauen Gästezimmers“, sagte die unbekannte Stimme und Jane ging die Stufen in den Stock hinauf, öffnete alle Türen, bis er schließlich das passende Zimmer fand. Schnell stellte sich heraus, dass am anderen Ende die Chefin der FBI Zweigstelle in Tampa darauf wartete, eine sichere, abhörgeschützte Leitung zur Verfügung zu haben, und dazu diente dieses Badezimmer, man hatte es extra so konzipiert. 

„Special Agent Jerome O’Malley“, meldete sich eine forsche Männerstimme am anderen Ende. Jane stellte sich vor, nannte seinen Decknamen. Schließlich wurde ihm mitgeteilt, dass man eigentlich mit Teresa Lisbon hatte sprechen wollen, allerdings nur auf ihre Mobilbox gekommen wäre. Patrick wusste, dass ihr Mobiltelefon irgendwo im Schlafzimmer lag, wo sie es aus Wut auf ihn hingeworfen hatte. 

„Konnten Sie bereits Kontakt zu ihren Nachbarn herstellen?“, wurde kurz fordernd gefragt.

„Shawn Roy, Sir. Er hat uns bereits zu einem Spiel am Samstag eingeladen. Der Kontakt zu Ms. Greyson hat sich noch nicht ergeben.“

Jane ahnte nicht, dass Lisbon bereits mit Sharon gesprochen hatte, denn soweit hatte er sie gar nicht zu Wort kommen lassen. In Wahrheit ging ihm nämlich lediglich durch den Kopf, wie ihr Körper in dem Laufoutfit ausgesehen hatte. Jane versuchte O’Malleys Fragen möglichst kurz zu beantworten und erhielt ein paar wenige Informationen – wo die Yacht im Detail in Key West stand, wo er im Haus die Kreditkarten und Ähnliches befand und der Safe, inklusive der Kombination. 

Obwohl Jane dem Special Agent genau folgte, sah er vor sich immer die schlanken Beine, den flachen Bauch, der schier perfekte Po – der ihm zuvor schon mehrmals aufgefallen war, und ihre Brüste – die sie sonst sehr gut unter Blusen und in Sport-BHs zu verstecken wusste. Wieso waren ihm diese niemals in dem Ausmaß aufgefallen? Nun waren sie in dem Bustier unübersehbar gewesen. Neben all dem drängt ihm eine innere Stimme immer wieder auf den Balkon, um nach dem Rechten zu sehen. Von dort aus entdeckte er plötzlich auch Roy, der sich zwar noch auf seinem Grundstück befand, aber dabei war, dieses in Richtung Lisbon zu verlassen.

Jane griff im Schlafzimmer nach einem Fläschchen Sonnenöl und bewegte sich schnellsten Schrittes zu Teresa hinunter. Da er selbst nur Badeshorts trug, fiel es nicht auf, dass er bisher im Haus gewesen war. 

Der blonde Mann sagte kein Wort, als er neben ihr stand und ihr beim Lesen zusah, auch nicht, als er sich zwischen ihre Beine kniete, sie zwang, diese weiter zu spreizen und das Öl auf seinen Handflächen verteilte. Immer wieder versuchte Lisbon sich zu ihm zu drehen, doch als seine öligen Hände auf ihrem Rücken waren, und sie sanft nach unten drückten, verstand sie, dass etwas im Busch war. Seine Finger verweilten nicht lange auf einer Stelle, glitten von ihren Schultern in Richtung Po, streiften unter ihr Bikinihöschen. Kurz wollte sie protestieren, sah aber, dass Roy nur noch wenige Meter von ihnen entfernt war. Also gab sie vor, es zu genießen, ambitionierte ihn, weiterzumachen. Sie wanderten schließlich auch an ihren Seiten herab, streiften den Rand ihrer Brüste, dies ließ sie leise aufstöhnen. Jane sagte sich, dass sie gut war, ihre Rolle perfekt spielte. Shawn hatte eine Flasche Champagner in der Hand, trug an diesem Tag lange weiße Leinenhosen und ein weites weißes Poloshirt mit goldenem Aufdruck. Protzig und unsympathisch ließ es ihn erscheinen. Jane beugte sich vor und flüsterte Jane ins Ohr, dass Roy sie sicherlich belästigen würde, platzierte strategisch einen Kuss auf ihren Hals, unter ihr zusammengebundenes Haar. 

Als Lisbon Roy fast schon neben sich stehen hatte, presste sie ihren Po gegen Jane, der vorgebeugt war und immer noch so tat, als würde er ihr etwas zuflüstern und konnte seine Reaktion nicht, nicht bemerken. Reaktionsschnell glitten Janes Hände abermals an ihre Seiten und streiften mit dem Daumen ihre Brust, ließen Teresa aufstöhnen – und breit grinsend sah sich Shawn Roy dieses Schauspiel an, das ihm offensichtlich imponierte. 

„Ich habe uns etwas Leckeres mitgebracht“, sagte Roy, als er nur noch zwei Meter entfernt von ihnen war, laut genug, um Lisbon aus ihrem „Müßiggang“ zu reißen. 

„Wir trinken nicht vor 4 Uhr“, erkläre Lisbon und versuchte verschlafen zu wirken und ihn wissen zu lassen, dass er störte. 

Ohne Aufforderung nahm Shawn auf der zweiten Liege Platz und ließ Jane somit keine Chance, sich woanders hinzusetzen. 

„Jack, du sollest dich auch um ihre Beine kümmern“, erklärte Roy und starrte Lisbon lasziv an. „Nach ihrem langen Lauf hat sie sich das mehr als nur verdient.“ 

Mit diesen Worten stand er auf und ließ die Flasche Moet neben Teresa stehen, die ihn mit halb offenen Augen ansah, sich innerlich aber ärgerte. Er war ein widerlicher Kerl und ihre Abneigung gegen ihn wuchs von Treffen zu Treffen. Der Blick, wie er sie ansah, sie förmlich mit den Augen auszog. Sie vermutete, dass er alles darauf setzen würde, Kate bei einem Spiel herauszufordern, sie als Einsatz in den Pot zu werfen, um sie angreifen zu können. 

Doch nur weil er stand, hieß es nicht, dass Roy aufbrach, sich auf den Weg wohin auch immer machte. Er stand da und beobachtete, wie Jane begann Lisbons linkes Bein einzuölen, es zu massieren, vom Rist hoch bis zu ihrem Po. Er schien auch Lisbons Verhalten zu studieren, ihre Reaktionen auf die Art und Weise, wie Jane ihre Muskeln knetete, seine Finger unter den Rand ihrer Badehose wandern ließ. Auch als sich Patrick dem zweiten Bein widmete, wich er nicht von der Stelle. Lisbon hingegen war etwas nervös geworden, was würde er denn als nächstes von ihnen erwarten?

„Ich hoffe, Jack, du kümmerst dich auch um die reizende Front. Aber im größeren Ausmaß.“ Mit diesen Worten verließ er das Grundstück in Richtung Greysons, welches sich hinter einer dichten Hecke aus tropischen Sträuchern befand und so Blickschutz bot. 

Sobald er außer Sichtweite war, setzte sich Jane auf den Boden zu Lisbons Füßen, blickte auf das Meer hinaus und versuchte mittels Biofeedback seinen Körper wieder unter Kontrolle zu bekommen – eine Erektion, wie diese, hatte er schon lange nicht mehr gehabt. Er starrte auf die sanften Wellen des Golfs von Mexiko. 

Mehrmals hatte Teresa Geräusche, die sie in der Realität in einer Situation wie dieser gemacht hätte, zurückhalten müssen. Ihr Körper hatte ihren Geist betrogen. Mehrmals. Seine Hände waren so weich und warm gewesen. Wie lange war es her, dass jemand sie auf diese Weise eingeölt hatte? Dass ein Mann sie so berührt hatte – unschuldig und erotisch zugleich? Und sie hatte immerhin gespürt, dass es ihn auch nicht ganz unbeteiligt gelassen hatte. 

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Während der nächsten Tage verbrachten sie viel Zeit im Freien als Jack und Josephine. In der Früh gingen sie eine Stunde zusammen joggen, frühstückten auf der Terrasse danach im Morgenmantel. Am Nachmittag machten sie Key West unsicher, waren mit dem Cabrio unterwegs, nützten die Yacht, shoppten – ließen sich einfach sehen, Arm und Arm, wie ein glückliches Ehepaar. 

Nachts hatten sie eine Routine entwickelt. Lisbon ging zuerst ins Bad, dann zu Bett. Der Raum war dann immer abgedunkelt und war von außen kaum mehr einsehbar, denn nur noch Janes Lampe illuminierte gedimmt den Raum. Das Bett war Kingsize, also zwei Meter breit, und sie kamen sich nie in die Quere.

Man sprach nicht über die Vorfälle, auch nicht über den Vormittag, als Jane sie eingeölt hatte. Über nichts Dergleichen sprach man. Sicherheitshalber. Sie spielten ihre Rollen und diese gut, lernten Leute kennen und gaben vor, ihren Lebensstil zu genießen.

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Ende Kapitel 4

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About starthebuck

Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
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