The Perfect World – Kapitel 6

efa2480bf2c05a005dd90eb85bada1a0+#+#+

Kapitel 6

+#+#+

„Du musst mitspielen“, flüsterte Jane ihr ins Ohr und wollte sie zu nichts drängen aber sie als Paar auch nicht auflaufen lassen. Ihre dramatische Handlung war zu wenig glaubwürdig in seinen Augen, sie mussten beide mehr investieren, um die Operation am Leben zu erhalten. Dann glitten Patricks Lippen ihren Hals hinab und Teresa musste sich im Gegenzug zwingen nicht aufzustöhnen. Diese Form der Berührung war ihr nicht neu aber lange hatte sie keinerlei Empfindungen wie diese mehr erlebt. Ihre Männerbekanntschaften waren meist nur an Sex interessiert, die wenigen, die sie hatte, und sie hatte sich an dieser raschen Abfolge, ohne großen Austausch von Zärtlichkeiten, willkommen geheißen, denn meist war es auch ihr nur um den Geschlechtsakt gegangen. Ein rascher Orgasmus, eine rasche Befriedigung niedriger Triebe – so hatte es ihre Mutter immer dargestellt – danach duschte sie und hoffte, dass der Partner realisiert hatte, dass er rasch verschwinden sollte. Dies klang zwar, als wäre es so oft vorgekommen, doch das war es nicht, eher selten sogar.

Jetzt war seine Zunge an ihrem Schlüsselbein, knabberte daran herum, saugte und Lisbon wusste, dass er sich eine Gegenleistung erwartete, um das Schauspiel zu komplimentieren. Vorsichtig zog sie ihn also wieder zu sich hoch und sie küssten sich abermals. Teresa hatte bemerkt, dass man sie beobachtete, dass sie mehr zeigen mussten, um glaubwürdig zu bleiben.

So drehte sie sich und alle am Ufer stehenden Voyeure konnten Teresa nun viel deutlicher sehen. Sie küsste ihn, öffnete dieses Mal ihren Mund. Die folgenden Zärtlichkeiten hätten einem pornographischen Film entsprechen können und jeder für sich – Zuseher und Involvierten fanden Gefallen. Janes Erektion war für Lisbon mehr als nur merkbar, sie konnte sie nicht ausblenden. Sie griff nach Patricks Hand, zog ihn hinter sich aus dem Wasser und ging in Richtung ihres gemeinsamen Hauses, lächelte den anderen zögerlich zu. Sie führte ihn ins Badezimmer und er wusste nicht, wie ihm geschah, außer, dass er furchtbar erregt war. Teresa drehte sich um, eine dezente Röte war ihr ins Gesicht geschrieben und sagte zu ihm, dass er sich um sein Problem kümmern solle. Anfänglich hatte er nicht recht gewusst, was sie überhaupt gemeint hatte, doch dann realisierte er es  und es war schwierig. Wie sollte er mit Biofeedback arbeiten, wenn sie in diesem beinahe illegalen Bikini vor ihm stand?

„Bademantel, bitte“, murmelte er, während er ihr diesen reichte und den Wasserstrahl der Dusche einschaltete. Doch der dünne Stoff bedeckte nur einen Teil ihrer Beine und es dauerte länger als sonst, um seine Erektion abklingen zu lassen, zudem waren die Bilder von ihr in diesem Hauch von nichts viel zu präsent.

Nun trug Jane ebenfalls einen Bademantel, saß auf der kleinen Bank, die als Wäschetruhe diente, hatte sich nach vorne gebeugt und atmete tief durch, seinen Kopf in die Hände gestützt.

 

+#+#+

 

„Ihr seid aber lange weg gewesen!“, erklärte Sarandon als sie nach einer Stunde wieder das Strandhaus des Nachbarn betraten. Der Texaner musterte sie von oben bis unten. Teresas Gesicht war leicht gerötet und sie hatte einen frischen Liebesbiss, besser bekannt als Knutschfleck, an der Schulter. Jane hatte darauf bestanden, eine Markierung zu hinterlassen, um glaubwürdiger zu erscheinen. Ihr neues Kleid, violett, ärmellos und recht kurz, hatte sie mit mittelhohen Schuhen kombiniert, die ihre Beine herrlich zur Geltung brachten.

„Nicht dass das notwendig wäre“, hatte sich Jane gedacht, als sie so aus dem Schrankraum gekommen war. An diesem Abend verlangte sie ihm viel ab, sehr viel sogar.

Das Kleid bedeckte wenig und Jane wusste, dass er sich umso mehr auf das Spiel konzentrieren musste und nur hoffen konnte, dass es die anderen noch etwas mehr ablenkte als ihn.

„Bei uns dauert es immer etwas länger“, sagte Lisbon und grinste Jane breit an. „Schnell ist für Anfänger.“

„Wie wahr, Josey“, kommentierte Sarandon und klopfte mit seinen Cowboystiefeln auf den Holzdielenboden.

Alle musterten sie und dies ließ das ungleiche und doch so gleiche Paar erkennen, dass sie etwas richtig gemacht hatten, obwohl sie sich auf neuem Terrain befanden.

„Josey beißt wohl gerne“, merkte Rob fragend an und deutete auf Janes Oberarm.

„Wenn du wüsstest.“

„Ich hätte kein Problem damit, ihre Vorlieben kennenzulernen.“

Jane blieb stehen und sah ihn an. Hatte er gerade das gesagt, was er glaubte, gehört zu haben? „Ich teile nicht“, schob er rasch hinterher und hoffe, dass diese Worte Wirkung zeigten.

„Teilt sie denn ihren Mann?“, fragte eine der Professionellen und lehnte sich an Janes Seite, strich ihm über den Nacken.

„Manchmal“, steuerte Lisbon von hinter ihm vorsichtig zu. „Wenn ich zuschauen kann.“

„Oh … eine bissige Voyeurin“, fasste Rob begeistert zusammen.

„Wenn man solch einen Mann besitzt wie ich, muss man ihn im Auge behalten.“ Ihr Kommentar ging nicht spurlos an Jane vorbei, auch nicht die Hand, die sie in die seine legte. Für einen kurzen Moment.

„Und sie haben nicht das Bedürfnis, sich anderwärtig …“

Lisbon schüttelte den Kopf, ließ ihre Mähne gut zur Geltung kommen. „Ich hatte meinen Spaß in Vegas. Nun steht die Qualität im Vordergrund und abgesehen davon, befriedigt Jack alle meine Bedürfnisse zur Gänze.“

Rob musterte sie eingehend, ebenso Sarandon. Deswegen begab sie sich kurzzeitig in Janes Arm und gemeinsam standen sie einige Augenblicke auf der Terrasse. Er flüsterte ihr immer wieder etwas in Ohr und sie lachte, wenn es angebracht schien. Es war bereits dunkel und nur die Lichter der Schiffe, die noch vor den Keys lagen waren zu sehen, abgesehen von einem Meer von Sternen.

„Gut gemacht“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Sehr überzeugend.“

„Danke.“

„Ich glaube, wir überzeugen sie.“

„Momentan habe ich auch den Eindruck aber wir müssen weiterhin achtgeben.“

 

+#+#+

 

„Lasst und weiterspielen“, forderte Jane und ging zum Spieltisch, der aktuell etwas verlassen im Raum stand. Alle Männer hatten sich ein weibliches Wesen gefunden und flirteten, manche taten auch mehr. „Immerhin sind wir doch zum Spielen hierher gekommen. Oder?“

Er lächelte Teresa zu, strich ihr mit der Hand übers Kinn und gab ihr einen kurzen, sanften Kuss. So stand sie an seiner Seite, ein Glas Rotwein in der Hand und beobachtete das Spiel einige Runden lang, bevor sie sich wieder auf den Balkon gesellte und die frische Luft, den Ausblick und den Sternenhimmel genoss – und so auch versuchte, anderen weiblichen Gästen zu entgehen.

So verging die Zeit für sie kaum. Immer wieder wanderte sie hinein und die Blicke der Männer weilten auf ihr, ihren Beinen und ihrem Dekolleté, denn das Kleid war freizügig. Bewusst freizügig. Die Männer zogen sie mit ihren Augen förmlich aus.

Jane wusste genau, wann er verlieren musste, um den Schein zu wahren und wann er gewinnen konnte und er gewann; viel sogar. Auch als die Einsätze höher wurden, spielte er ruhig und gelassen, stöhnte auf, wenn er vorgab sich zu ärgern und sah Josie brav nach, wenn sie den Raum betrat. Manchmal versuchte man ihn dazu zu bringen, etwas zu setzen, dass seine Gattin involvieren würde, doch in solche Einsätze ließ sich Jane nicht verwickeln. Meist konterte er, dass er all die anwesenden Spieler viel zu wenig kennen würde, um solch einen Schritt zu wagen und er es zudem vorher mit ihr absprechen wolle. Für seine Erklärung zeigte man zwar nicht das größte Verständnis, akzeptierten es aber ohne weiter nachzubohren. So schienen sie auch erkannt zu haben, dass Jack etwas besitzergreifend war, wenn es um seine Frau ging.

Gegen drei Uhr in der Früh war Lisbon bereits etwas betrunken und flirtete hemmungslos mit Jane, erinnerte sich aber daran, ihn Jack zu nennen. Beide lachten über die anderen Spieler hinweg und hatten ihren Spaß. Patrick war an diesem in der Lage gewesen, gute Kontakte zu knüpfen, ein paar Einladungen zu erhalten. Einige der Männer hatten immer wieder versucht mit Lisbon in ein intimes Gespräch zu kommen, ihr nahe zu sein, besonders Rob O’Reilley und Sarandon waren dies gewesen und mit ihr zu flirten, doch war das beinahe hoffnungslos gewesen. Einen Augenblick schenkte sie ihnen ein nettes Lächeln, doch dann strahlte sie Jane an, fuhr sich durch ihr langes Haar.

Am Weg nachhause erkannte Patrick erst, wie betrunken seine Gemahlin eigentlich war, da sie sich ihm um den Hals warf, ihren Körper an den seinen presste und ihn wild zu küssen versuchte. Ihre Lippen ließ er zu, sogar ihre Zunge und auch die wandernden Hände – denn er konnte sie schwer vor den Augen der anderen bloßstellen.

Wie viel hatte Lisbon nur getrunken? Den gesamten Abend hatte er sie stets mit einem vollen Rotweinglas gesehen und angenommen, fälschlicherweise wie es schien, dass es sich um dasselbe Glas gehandelt hatte.

„Jack“, stöhnte sie auf und ihr mit ihrer zarten Hand über seine Erektion, die sich deutlich in seiner Hose abzeichnete. Noch im Blickfeld der Mitspieler ließ er dies zu, fuhr ihr über den trainierten Po und berührte ihre Haut, dank des kurzen Kleides. Trug sie denn nichts darunter?

Als sie zum Haus kamen, trug er sie die Stufen hinauf, roch die Reste des Parfums und legte sie – bereits schlafend – schließlich auf das Bett, begann sie zu entkleiden. Zuerst die Schuhe, dann wanderten seine Finger zum seitlichen Zipp ihres Kleides, er öffnete den Haken und ließ den Verschluss zu ihrer Hüfte hinabgleiten, um dann festzustellen, dass sie außer einem knappen Stringtanga nichts zu tragen schien. So stand er nun vor ihren nackten Brüsten. Studierte sie. Knabberte an seiner Unterlippe, um sich selbst davon abzuhalten, sie zu berühren. Die rosigen Knospen …

Um keine Blödheit zu machen, schritt er rasch ins Badezimmer und stellte sich unter die kalte Dusche, doch die Bilder verschwanden nicht so einfach aus seinem Kopf. Immer noch sah er sie vor sich liegen, schlafend. Seine Erektion war schmerzhaft, als er sie in seiner Hand hielt. Wie konnte es sein, dass sie ihm auf diese Art und Weise wirklich in den letzten Jahren nicht aufgefallen war? Wie hatte er diese weibliche Figur übersehen können? Wie kam es, dass sein Körper darauf niemals reagiert hatte? Alleine diese Überlegungen, die ihn immer wieder zu ihrem flachen Bauch und den wohlgeformten Brüsten führten, brachten ihn rasch zu einem Orgasmus, wie er ihn schon lange nicht mehr erlebt hatte. Jahre lang nicht.

Nur mit Boxershorts bekleidet ging er schließlich zu Bett und schlüpfte unter das Laken. Es dauerte nicht lange und da war die Frau an seiner Seite schon an seine Seite gerutscht und murmelte etwas Unverständliches im Schlaf, bevor sie sich an ihn schmiegte. Der Blonde musste schmunzeln und erkannte die Möglichkeit den Augenblick genießen zu können, da sie sich wahrscheinlich am kommenden Tag an nichts mehr erinnern werden konnte.

 

+#+#+

 

„Jack?“, stöhnte Lisbon als die Sonne das Zimmer erhellte und sie aufweckte, zugleich aber Kopfschmerzen mit sich brachte.

Ein leichtes Murren von unter ihr und Lisbon hob verstört den Kopf. Sie lag quasi auf Jane. Als sie versuchte sich aufzurichten, hielt er sie nieder und wiederholte sein Murmeln – „Schlaf“.  Ohne jemals vollkommen wach gewesen zu sein, schloss Teresa erneut ihre Augen und war sofort wieder eingeschlafen.

Einige Stunden später hatte sich das Szenario kaum verändert, außer dass Janes Hand nun Lisbons Po umfasste und sie so weit auf ihm lag, dass ihre Nase sein Kinn berührte und ihr linkes Bein beide Hüftknochen berührte.

Natürlich war Patrick bereits seit einiger Zeit wach und mittels Biofeedback hatte er seine morgendliche Erektion etwas kontrollieren können. Zumindest in gewissen Rahmen. Immerhin war Lisbons Haut so zart und weich, ihr Körper trainiert und zugleich zartgliedrig. Anfänglich hatte er sie aufwecken wollen, doch nun studierte er jede einzelne Sommersprosse auf ihrer Nase und strich ihr über den Rücken, ließ von ihrem Po aber nicht ab. Sie würde sich genieren, wenn sie aufwachte, das war ihm klar, sobald sie die Situation realisieren würde, in der sie sich befand. In die sie sich selbst gebracht hatte. Doch wieso sollte er diese unschuldigen Momente nicht etwas auskosten, immerhin drangsalierte sie ihn ständig mit ihrem halbnackten Körper.

 

+#+#+

 

Es war beinahe Mittag, als Lisbon die Augen öffnete und lediglich Bartstoppel zu sehen bekam. Blonde Bartstoppel. Rasch war ihr klar, wo sie sich befand. Sie rollte langsam von ihm, streifte vorsichtig seine Hände zur Seite, um ihn – der vorgab zu schlafen – nicht zu wecken.

Ohne einen Beobachter zu haben, lief Teresa rot an. Sie war quasi nackt. Quasi nackt war sie auf ihm gelegen. Kurz drehte sie sich um, entdeckte die dunklen Seidenboxershorts, die er trug und hoffte, dass sie keine Blödheit begangen hatten letzte Nacht, denn ihre Erinnerungen waren äußerst schwammig. Allerdings trug sie selbst auch noch ihren Slip und nachdem sie sich einige Momente Zeit gegeben hatte, beschloss sie für sich selbst, dass es sich anders anfühlte, wenn man in der Nacht zuvor Sex gehabt hatte. Zumindest soweit sie sich daran erinnern konnte. Doch dies brachte die Erinnerungen nicht zurück. Sie erahnte, dass sie ihn geküsst hatte, wahrscheinlich hemmungsloser als notwendig. Immer mehr Farbe stieg ihr ins Gesicht.

„Josie?“, gab Jane murmelnd von sich.

„Gib mir einen Augenblick.“

Rasch sah sie sich um, versuchte sie ein T-Shirt zu finden, um sich zu bedecken. Dann sah sie Rob am Fenster stehen, ihr zuwinken. Was sollte sie tun? Mit einem vorgetäuschten Lächeln zog sie Jane das Laken weg, wickelte sich selbst darin ein und ging mit einem dezenten Hüftschwung ins Badezimmer, deutete ihm etwas lasziv und überdeutlich, dass er doch mitkommen sollte. Jane rannte natürlich, die Begeisterung spielend, sofort hinterher und warf die Türe ins Schloss.

 

+#+#+#

Ende Kapitel 6

+#+#+

Advertisements

About starthebuck

Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
This entry was posted in Fanfiction:The Mentalist, Fanfiction:The Mentalist - The perfect World and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s