Dancing Queen – Kapitel 42

caskett_by_slaveformusic-d5gxm3n - BearbeitetFür all die treuen Leser! Danke!

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Kapitel 42

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Kate kannte dank des ihm immer noch nicht geschilderten Vorfalls einige von Alexis Freunden und diese hatten nach dem Alkoholdebakel auch immer wieder angerufen, um nachzufragen, wie es Alexis ginge, somit hatten sie oft auch die Ehre, mit Beckett zu telefonieren. Besonders Isabelle und Mary hatten sich besonders um Alexis bemüht, manchmal kam es der Polizistin so vor, als hätten sie Schuldgefühle gehabt.

Da Rick nun nicht auf Reisen ging, hatten sie Zeit, etwas für Alexis Geburtstag zu organisieren. Kate hatte Mary und Isabelle eingeladen und sie gebeten, weitere Freunde mitzubringen, um eine Überraschungsparty auf die Beine stellen zu können. Sie sollten am Geburtstag um 19 Uhr alle anwesend sein.

Beckett wollte, dass Alexis Freude hatte, denn die letzten Monate, das letzte Jahr, war nicht einfach für sie gewesen. Deswegen sollte Rick sie gegen Mittag abholen und mit ihr den Nachmittag verbringen – sie würden seine Kreditkarte zum Glühen bringen. Alexis ging nicht oft shoppen, noch seltener mit ihm, daher wäre es ein einmaliges Vater-Tochter-Ereignis. Und sie hatten immer Spaß, wenn sie gemeinsam unterwegs waren, da Rick selten die Möglichkeit verspürte, Nein zu sagen.

Währenddessen würde Kate auf der Terrasse alles für die Feier herrichten – ein großes aber ungezwungenes Grillen. Seitdem sie im Mutterschutz war, langweilte sich Beckett so und so zu Tode und sie wusste mit ihrer Zeit nichts anzufangen, daher sah sie dies als wunderbaren Ausgleich an. Das Kinderzimmer war seit Tagen fertig eingerichtet und die Wiege stand bereit, die sie später in ihr Schlafzimmer stellen würde, zudem stand die Tasche gepackt im Schrankraum, falls die Wehen einsetzen würden. Allerdings konnte sich Kate mit dem Gedanken, die Schwangerschaft zu beenden und Mutter zu sein, noch nicht so recht anfreunden. Nicht, dass sie sich nicht auf das Baby freute, das tat sie, doch genoss sie diese Schwangerschaft umso mehr.

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„Alle informiert du kommen. Beschäftige sie. 19 Uhr pünktlich. – K“, schieb Kate an Rick.

„Vermisse dich. –R“, antwortete Rick, als er auf Alexis vor der Bibliothek wartete, wie sie es im Vorfeld ausgemacht hatten. Insgeheim hatte er sich gefreut, Zeit mit Alexis verbringen zu können, die sie schien ihm in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen zu sein, außerdem tat ihnen die Distanz nicht gut, die sie aufgebaut hatte. Niemals waren sie sich so fremd gewesen wie im Moment.

So gingen sie in Folge auf einen Salat in Alexis neues Lieblingslokal „Pablo’s“ und Rick probierte sich an einer neumodischen Mischung aus Orange, Artischocke, roter Rübe und frisch gerösteten Nüssen; während Alexis sich auf Blattsalat mit Mango und Ananas, Cranberries und frischen Nüssen freute. Er war skeptisch gewesen, doch hatte er sich von seiner Tochter beraten lassen und tatsächlich war es eine interessante Mischung. Zudem erzählte sie ihm von ihren Freunden, als würde er sie kennen, doch musste er sich eingestehen, dass er zu den wenigsten Namen Gesichter parat hatte. Doch war das nicht normal in diesem Alter? Gehörte es denn nicht dazu, ständig neue Freundschaften zu schließen?

Danach gingen sie in die angesagtesten Boutiquen der Stadt und Alexis probierte viel an, kaufte aber kaum etwas. Als sie jedoch in einer grauen Lederjacke vor ihm stand, musterte er sie.

„Dad?“

„Hat Kate denn nicht dieselbe?“

Alexis stand vor dem Spiegel und kontrollierte ihr Spiegelbild genau. Er schien recht zu haben.

„Gut möglich. Ein Problem?“

„Natürlich nicht.“

„Glaubst du, dass es Kate stören würde?“, fragte sie zögerlich.

„Kate würde dir wahrscheinlich sogar die ihrige borgen. Auf keinen Fall stört es sie.“

In genau diesem Augenblick schloss er sie in seine starken Arme. „Ich hab dich lieb, Kleines“, flüsterte er ihr ins Ohr und drückte sie fest an sich. „Egal was in den kommenden Wochen passieren sollte, du wirst immer meine Erstgeborene bleiben.“

Alexis konnte darauf nichts antworten, da ihr die Worte fehlten. In all den Monaten hatte er nie etwas Vergleichbares gesagt.

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Beckett stand in der Küche und Martha war dabei, die Terrasse passend mit bunten Kissen und Lampions zu dekorieren, deckte die Tische und sorgte dafür, dass Kate nicht allzu oft die Stiegen auf und gehen musste.

Isabelle und Mary hatten ihr versprochen, sich darum zu kümmern, dass alle Freunde pünktlich da sein würden, zudem wollten sei eine große Torte mitbringen. Kate hatte Steaks besorgt, Putenfleisch und Gemüse, abgesehen davon hatte sie zahlreiche Salate zubereitet und sogar etwas Süßes gebacken – kleine Plunderstücke.

Sie war zufrieden mit ihrer Arbeit und lehnte sich zurück, spürte, wie das Baby sich in ihr bewegte. „Bald wirst du deine große Schwester kennenlernen“, murmelte sie vor sich hin und legte ihre Hand auf den Bauch, um die Bewegungen zu beruhigen. „Und du kannst stolz auf sie sein, sie ist ein großartiges Wesen.“ Danach ging sie hoch duschen und stand lange Zeit vor dem Spiegel, um das passende Outfit zu finden. Es war nicht mehr so einfach und da sie die meiste Zeit zuhause verbrachte, kümmerte es sie wenig, ob ihr Sachen noch passten oder nicht, denn Besuch bekamen sie so gut wie keinen und Lanie kümmerte es nicht, ob das Top ihren Bauch bedeckte oder nicht. Abgesehen davon wollte sie mit nichts Buntes tragen, um nicht im Mittelpunkt zu stehen, um nicht mehr Blicke auf sich zu ziehen als notwendig. Im Endeffekt entschied sie sich für ein dunkelblaues trägerloses Sommerkleid im Empire-Stil, das luftig und duftig war; flocht ihr Haar zu einem lockeren Zopf und steckte sich ihre Sonnenbrille in die Haare. Zudem schminkte sie sich dezent. Das Lackieren ihrer Zehennägel in einem dunklen Rot hatte sie am Abend zuvor Rick hinterlassen, denn an diese zu gelangen war keine Einfachheit mehr. Sie lief meist barfuß durch das Loft und so machte sie sich nun auch nicht die Mühe, passende Schuhe zu finden. Abgesehen davon, wer legte schon auf solche Details wert?

Kaum war Kate wieder die Treppe hinabgestiegen, um sich ein frisches Glas entkoffeinierten Eistee zu holen, läutete es bereits an der Türe. Martha war bereits dabei die Türe zu öffnen, als fünfzehn Jugendliche sie beinahe umrannten, Kate umkreisten und sie herzlich begrüßten. Mary und Isabelle hatten tatsächlich einen großen Karton in ihren Händen, der die Torte beinhaltete.

Zu Marthas Verwunderung war die Begrüßung, die Kate zuteilwurde, äußerst herzlich, als würde sie sie alle kennen; obwohl dies nicht der Fall war. Manch einer der Jungen musterte Kate begeistert, konnte den Blick nicht von ihr abwenden.

„Kommt gleich alle mit hinauf“, forderte sie die Teenager auf. An der Spitze gingen Mary und Isabelle, die die Torte trugen und sobald sie niedergestellt worden war, sofort ihren Bauch berühren wollten und sich nach ihrem Befinden und dem des Babys erkundigten.

Martha hatte in all den Jahren, die sie mit Richard zusammengelebt hatte, zwar von vielen Freunden gehört, die Alexis hatte, aber nicht sehr viele kennengelernt. Es gab wenige Mädchen, die regelmäßig bei ihnen vorbeikamen, was unter anderem daran lag, dass Richard dies nicht unbedingt schätzte und später versuchte all den alleinstehenden Müttern, die auf Ehegattensuche waren, aus dem Weg zu gehen und diese boten sich oftmals an, ihre Töchter immer und immer wieder vorbeizubringen und sie dann wieder abzuholen. Aus demselben Grund war er kein fixes Mitglied in einem Country Club geworden, sondern besuchte den einen oder andere in den Hamptons in unregelmäßigen Abständen. Mittels Spenden war alles möglich. Vielleicht war Kate also doch ein guter Mutterersatz?

Jonathan, ein blonder Teenager, himmelte Kate förmlich an und die Offensichtlichkeit ließ Martha schmunzeln.

„Sie ist noch schöner als das letzte Mal und da war ich betrunken. Ich dachte, dass sie nur ein Traum gewesen sei“, sagte dieser zu dem Jungen, der neben ihm stand. Martha musste lächeln, dies war ihr noch nie untergekommen.

Der zweite Junge, er war ihr als Joe vorgestellt worden und hatte eine dunklere Hautfarbe, eine markante Nase, erklärte im Gegenzug, dass seine Mutter bei keinem seiner vier Geschwister so gut ausgesehen habe. So kurz vor der Geburt hätte sie immer schlechte Laune gehabt und wäre nur herumgelegen.

Mary, Isabelle und Addison platzierten die Kerzen auf der Torte, während Kate dabei war, Getränke auszuschenken. Schließlich bekam Martha eine SMS, die sie wissen ließ, dass Rick bereits im Lift war. So platzierten sich alle seitlich, um nicht gleich gesehen zu werden, zudem verdeckten die bodenlangen Faltrollos den meisten Blick auf die Terrasse aus dem Loft heraus.

Man hörte Stimmen aus dem unteren Stockwerk und Schritte auf der Treppe. Alexis Stimme, die Kates Namen rief. Das Mädchen ging auf die Terrasse hinaus, ahnend, dass Kate in der Hängematte lag und wahrscheinlich eingenickt war. Plötzlich wurden sie laut jubelnd von ihren Freunden empfangen, die ihr einen herzlichen Empfang boten. Sie sangen für sie ein lautes „Happy Birthday“, umarmten und küssten sie, übergaben ihre Geschenke. Martha stand am Rand und machte Fotos. Kate hatte auf einem der Stühle abseits platzgenommen und beobachtete das Spektakel. Die bunten Ballons und Kissen, die Gläser voller Limonade und die Torte, auf der die Kerzen flackerten und gerade dabei waren, ausgeblasen zu werden. Es war ein wildes Stimmen Wirrwarr. Sie musste lachen, denn so glücklich hatte sie Alexis schon lange nicht mehr erlebt. Kate stiegen Tränen in die Augen und sie wendete sich etwas ab, um sich diesen Gefühlsausbruch nicht anmerken zu lassen.

Plötzlich lag eine Hand auf ihrer Schulter und sie drehte sich wieder um, um von Alexis fest umarmt zu werden. „Danke Kate“, sagte sie und küsste sie auf die Wange.

„Sie ist eine gute Frau“, erklärte Martha Rick, der neben an der Mauer lehnte. „Sie ist viel zu gut für dich.“ Dann ließ sie ihren Ellenbogen leicht gegen seine Rippen wandern.

„Ich weiß, Mutter.“

„Und die Jungen himmeln sie an. Vielleicht solltest du dein Territorium etwas markieren? Jonathan und Joe können ihre Blicke kaum abwenden.“ Die beiden standen in Kates Nähe und starrten sie förmlich an, doch schien sie es nicht wahrzunehmen. Einige der Mädchen gingen nun zu Beckett hinüber und stellten ihr tausende Fragen, brachten sie zum Lachen und einige ließ sie sogar ihren Bauch angreifen – keine Selbstverständlichkeit.

Irgendwann eilte Castle ihr zur Rettung und Alexis Freunde gingen zu Alexis, Isabelle und Addison, die dabei waren, die Geschenke auszupacken und zu bewundern.

„Katherine“, sagte er mit süßlicher Stimme und brachte sie dazu, sich umzudrehen, setzte sich neben sie und zog sie eng an sich. Kate war dankbar, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen und lehnte sich an ihn. Sie war müde. Der Tag war anstrengender gewesen, als sie es sich vorgestellt hatte und er war noch nicht zu ende. Lange noch nicht.

„Die Jungs würden mir zustimmen. Du siehst heute sehr schön aus. Das Kleid … der Hammer …“, flüsterte er ihr ins Ohr, bevor er ihren Hals küsste. „Ich kann gar nicht erwarten, es dir auszuziehen und deine Brüste ….“

„Rick“, stöhnte sie leise, so leise, dass er nur es hören konnte und Castle erkannte die Ermahnung sofort.

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Während des Abends grillte Rick professionell all das Fleisch und die Teenager bedienten sich an den Salaten und Getränken. Es herrschte eine herrlich entspannte Atmosphäre vor. Sobald Kate in seiner Nähe war, ruhte seine Hand auf ihr und sie strahlte ihn an, auch wenn ihre Augen ihn erkennen ließen, dass sie müde war.

Es wurden diverse Spiele gespielt, so auch Twister, bei dem am Abend ein großer Knoten entstand, der dazu führte, dass sie umfielen und alle zum Lachen brachte. Genau das war es, was Kate erreichen wollte mit der Feier –  einen entspannten Abend mit Freunden. Es sollte ihr großer Tag sein.

Nach 11 Uhr zog sich Kate kommentarlos zurück, ohne sich zu verabschieden. Abermals wollte sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, auch nicht von Castle, der es wohl bemerkte aber kein Wort sagte, als sie die Treppen hinabstieg.

Sie war so müde, dass sie sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte und kurz davor war, im Stehen einzuschlafen. Um in Ruhe zu finden, zog sie sich in Ricks Zimmer zurück. Die meisten Nächte hatten sie in den letzten Wochen in ihrem Schlafzimmer verbracht, daher war es schon fast ungewohnt, nicht im eigenen Bett zu schlafen.

Auf der Terrasse ging die Feier fröhlich weiter. Alexis hatte gemerkt, dass Kate schlafen gegangen war, doch gesagt hatte sie nichts. Nach Mittenacht begannen sich allmählich ihre Freunde zu verabschieden und aufzubrechen. Isabelle durfte bei Alexis übernachten, das hatte sie mit Beckett bereits im Vorfeld ausgemacht und Addison bettelte Castle förmlich an, es ihr auch zu erlauben, denn ihre Eltern waren so und so irgendwo in Asien und auf sie passten lediglich die Hausangestellten auf. Rick telefonierte mit einem Dienstmädchen und gab bekannt, dass er sie am folgenden Tag irgendwann nachhause bringen lassen würde.

Kaum hatte er es erlaubt, waren schon alle drei Mädchen am Weg in Alexis Zimmer, während er mit seiner Mutter die Tische abräumte, um die Reste der Feier zu beseitigen.

„Kate hat ihr, glaube ich, eine große Freude gemacht mit der Feier. All die Planung und die Salate …“

„Sie bemüht sich sehr“, antwortete er und Martha warf die Reste in einen großen Müllsack.

An diesem Abend hatte Richard abermals gemerkt, dass Beckett die erste Frau war, die alles für seine Tochter tat und ihre eigenen Anliegen hintenanstellte. Er wusste, dass sie sich gerne schon früher zurückgezogen oder am Nachmittag ein Nickerchen gehalten hätte. Doch anstatt dies zu tun, hatte sie alles vorbereitet und sich anschließend um Alexis Freunde bemüht, die sie alle zu kennen schien.

Vielleicht liebte er sie jetzt noch mehr als zuvor? Ein Leben ohne ihre Güte und ihr Wohlwollen konnte er sich nicht mehr vorstellen.

Nachdem er die Balkontüre abgeschlossen hatte, ging er die Stiegen hinunter und warf einen Blick in Alexis Zimmer – die Mädchen lagen alle drei am Bett und schliefen. Er drehte das große Licht ab und ließ nur noch die kleine Lampe am Nachtisch brennen. Sie sahen so friedlich aus, als wären sie noch Kinder und nicht bereits Jugendliche.

Danach machte er sich auf den Weg in sein eigenes Schlafzimmer, schloss die Türe hinter sich und fand seine Verlobte in seinem Bett vor, nur in Boycut-Panties und einem Top, das sich unter ihrer Brust zusammengeschobene hatte. Jede andere Nacht in ihrem eigenen Bett schlief sie nackt, doch an diesem Tag, mit so vielen Leuten im Haus – nahm Rick an – hatte sie sich anders entschieden.

Schnell stieg Rick unter die Dusche und legte sich dann neben seine Verlobte, schmiegte sich eng an ihren Körper, doch nicht einmal seine Berührungen weckten sei mehr auf, so erschöpft schien sie in einen tiefen Schlaf gefallen zu sein.

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Ende Kapitel 42

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Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
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