Anziehungskraft (RPF Gillian Anderson & David Duchovny) – Rated M

GA-DD-RomanceUnd plötzlich überkam es mich, wieso weiß ich nicht. Aber damals, in den guten alten Tagen, back in the 1990s, war ich ein großer X-Philie und irgendwie, nach den letzten Interviews und dem „Busserl“ bei seinem Konzert …

Rating: NC17/M

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ANZIEHUNGSKRAFT

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Ihr Apartment in New York war dunkel, als sie dieses betrag. Ihre Kinder waren noch in Los Angeles mit der Nanny und würden in den kommenden Tagen mit Sack und Pack in die Großstatt an der Ostküste kommen, um wenn es auch nur für die acht Wochen war. New York hatte seine Besonderheiten, auch für Kinder. Piper hatte lange erklärt, dass sie mit Freunden nach Florida fahren wollte und beinahe wäre es auch so weit gekommen. Immerhin war sie 21 und konnte tun und lassen, was sie wollte. In Wahrheit hing sie sehr an ihrer Älteresten, ihre Beziehung war eine ganz besondere. Felix war erst 7 und Oscar 9 – sie waren im Vergleich zu Piper wirklich noch Kinder. Zudem hätte sie mit dem Mädchen vieles erlebt, an das sie eigentlich nicht mehr zurückerinnert werden wollte. Doch sobald sie in die blauen Augen ihrer Tochter sah, war viel davon wieder vergessen.

Und in den letzten 20 Jahren hatte sich nun einmal viel verändert. Nicht nur, dass sie zweimal verheiratet gewesen war, insgesamt vier längere Beziehungen hatte, drei Kindern das Licht der Welt schenkte – nein, sie war erwachsen geworden. Anfänglich, als der Dreh der Serie begonnen hatte, war sie ein Nichts, ein Niemand gewesen. Naiv, unschuldig, unwissend.

Heute war alles anders. Sie stand auf eigenen Beinen, hatte genügend Geld in den letzten Jahren gemacht und entsprechend angelegt, um einen sicheren Lebensunterhalt zu haben, falls es keine Engagements mehr geben sollte. Doch dem war Gott sei Dank nicht so.

Und dann war da David. Jahre lang hatten sie sich nicht ernsthaft gesehen und dann plötzlich kam die Ideen – eine Wiederaufnahme der gemeinsamen Serie. X-Files. Einst einmal war es ihr Leben gewesen, einst einmal hätte sie beinahe alles aufgegeben, um mit David weiterzudrehen. Doch dann waren ihre Streitigkeiten immer mehr geworden und Tea war immer eifersüchtiger geworden. Jede einzelne Szene, die sie gemeinsam gedreht hatte, hatten zu Ehestreitigkeiten geführt. Für die Medien hatte man immer wieder die heile Welt vorgegaukelt, doch Gillian und alle anderen hatten gewusst, dass die Ehe bereits kurz vor dem Abgrund stand, doch hatte man Kinder und David wollte nicht, dass sie dem Scheidungskrieg Hollywoods zum Opfer fallen würden. Daher vertagte man es um Jahre.

Irgendwann meinte einst einmal jemand zu Gillian, dass die Ehe sich erholt habe, sobald sie ihren Wohnsitz nach London verlegt hatte. Und nun, so viele Jahre später, war sie zurück New York, dort, wo einst einmal alles begonnen hatte.

Und sie würde wiedermit David zusammenarbeiten. Heute war sie beide geschiedene Leute, alleine und erfolgreich. Es herrschte kein Konkurrenzverhalten mehr, nicht im Geringsten.

Gillian schaltete das Licht ein, trat ins Wohnzimmer und klickte auf den Anrufbeantworter, der blinkte. Immer noch gab es scheinbar Menschen, die sie nicht versuchten am Handy zu erreichen.

„Gillian … Bist du heute Nacht in NY. 21 Uhr. La Lanterna di Vittorio.“

Etwas unerwartet rang sie nach Luft und hörte sich die Aufnahme ein zweites Mal an. Woher hatte David nur ihre Nummer? Also diese Nummer. Wie lange hatten sie sich nun nicht gesehen sondern nur gemailt? Wochen? Monate? Seit den letzte Vertragsverhandlungen gegen Weihnachten und nun war es Mai.

Nervös studierte sie ihr Ebenbild im Plafond hohen Spiegel. Sie trug lediglich Jeans und eine Bluse, nicht gut genug für La Lanterna di Vittorio. Nicht, wenn sie sich mit David treffen würde.

Rasch verschwand sie im Master-Schlafzimmer und öffnete den große Kasten, den bereits ihre Vorgänger hatten einbauen lassen. Das gesamte Apartment war eine Übergangslösung, aber eine zufriedenstellende im Moment.

Innerhalb weniger Augenblicke hatte sie rasch geduscht und sich abermals vor den Spiegel gestellt, um zu studieren und überlegen, was wohl am besten zu dem gemeinsamen Dinner passen könnte. Nach einigen Anproben entschied sich die blonde Frau für ein etwas gewagtes smaragdgrünes Kleid. Es war ärmellos und ging ihr bis zum Knie, doch ließ es der Ausschnitt nicht zu, darunter etwas zu tragen. Nicht, dass sie zu viel Haut zeigen wollte, dafür kannte sie David einfach schon zu lange und bei Gott, sie wusste mehr über ihn als über irgendeinen ihrer Partner der letzten Jahre, mehr als über ihre Tochter – zumindest kam es ihr manchmal so vor, so verschlossen wie Teenager irgendwann wurden.

In den ersten Jahren am Set hatten sie beinahe Tag und Nacht mitsammen verbracht und nach mehr als fünf Jahren, kannte man die Eigensinnigkeiten eines Menschen sehr gut. Manchmal vermutete Gillian, dass sie mit David mehr Zeit verbracht hatte, als mit all ihren Liebhabern und Ehemännern zusammen.

Und obwohl sie sich kannten, als wären sie die besten Freunde, schien sie doch etwas nervös. Zweimal tauschte sie die Schuhe, die Handtasche ebenso, bis sie ein Taxi rief.

Das Restaurant La Lanterna di Vittorio lag gegenüber vom Washington Square Park und war eher ein Studentenlokal als ein nobles Restaurant, wahrscheinlich war sie sogar overdressed für diese Location, aber sie kannte David und ihm war dies weitaus lieber, sich in die Massen von Studenten zu begeben, die ihm wahrscheinlich nicht einmal erkannten, als dem Trubel der Kameras der „in“-Lokale zu erleben.

Als Gillian das La Laterna betrat, sah sie David nicht sofort, erst als sie den hinteren Teil des Lokals betrat, entdeckte sie ihn in einer Ecke sitzen bei einem Glas Rotwein. Erst als sie vor ihm stand, blickte er von dem Buch, das er las, hoch.

„Du bist gekommen“, sagte er lächelnd und studierte sie von oben bis unten. Sie war immer noch eine schöne Frau, das musste er sich umgehend eingestehen, das Alter, all die Jahre, hatten ihre Vorzüge noch hervorgehoben, Gillian noch schöner gemacht. Ein Mann wurde interessanter mit dem Alter, eine Frau verlor meist ihren Reiz, sofern sie nicht zu Schönheitschirurgen lief oder dem Sportwahn verfiel. Sie hingegen war von Natur aus schön, ohne Operationen, Botox oder anderen Hilfsmitteln. Er wusste, dass sie täglich Yoga machte und darauf achtete, was sie aß, dass sie genügend schlief und viel Zeit im Freien verbrachte.

„Natürlich …“, antwortete sie ruhig und setzt sich auf dem Stuhl ihm gegenüber. Ohne David zu fragen, trank sie von seinem Wein. Bisher hatten sie immer denselben Geschmack gehabt, wenn es um Wein ging. Und bei vielen andern Sachen ebenso. Und auch dieses Mal, ein sanfter Abgang von Brombeeren. Davids Haar war etwas lang und sein Kinn wies bereits diesen Schatten eines Bartes auf, der so kratzte, wenn man mit einer weichen Frauenwange daran streifte. Am Set hatte er sich damals zweimal am Tag rasieren müssen, da sein Bartwuchs so stark war.

„Hast du bereits etwas zu essen bestellt?“

„Nein, ich war mir nicht sicher, ob du kommen würdest.“

„Woher wusstest du, dass ich in New York bin?“

„Piper hat es mir gesagt.“ Bei dieser Antwort musste Gillian lächeln, natürlich würde ihre Tochter David alles verraten. Alles. Egal um was es ging, in David hatte sie immer einen Ansprechpartner gefunden, mehr als in ihrem Vater, mehr als in Julian oder einem anderen Mann, der jemals eine Rolle in ihrem Leben gespielt hatte.

„Wann hast du mit ihr telefoniert?“

„Heute gegen Mittag, kurz nachdem sie ausgestanden ist.“

„Sie ist in LA mit den Jungs.“

Ohne weiter ausschweifen zu wollen, begann sie die Karte zu studieren. „Wie geht es dir, David? Was machst du in NY?“

„Oh, dies und das. Einige Termine bei Fox.“ Es war auch einer der Gründe, wieso sie in die Stadt gekommen war, Drehbücher lesen und Verträge verhandeln. Man hatte sich auf ein Konzept geeinigt. 6 Folgen. 1 Staffel. Würde mehr daraus werden, es war fraglich, das Publikum war nicht mehr das, das es in den 1990ern gewesen ist. Der Hype nicht mehr existent. Das Genre ein anderes. So viel hatte sich seitdem verändert, so viele Serien waren auf dem Markt, die Einschaltquoten kosten könnten.

„Hm …“

Der Kellner stand unerwartet vor ihnen und fragte nicht, ob sie diejenigen waren, für die er sie hielt, sondern lediglich, ob sie bereit waren zu bestellen.

„Eine Flasche Barbera d’Alba, eine Flasche Wasser“, bestellte David. „Einmal Carpaccio Bresaola und eine Pizza con Rossette De Lyon.“ Bei der Bestellung der Vorspeise hatte er nur auf ein Nicken ihrerseits gewartet, er wusste, wie sehr sie Carpaccio schätzte.

„Ich hätte gerne einen Insalata Mesclun Con Anatra Affumicata.“

Manchmal bedurfte es zwischen ihnen nicht vieler Worte, um zu wissen, was der andere gerade dachte. David legte das Buch beiseite, so dass sie nicht sehen konnte, was er gerade las, mit welcher Thematik er sich beschäftigte oder ob er nur seinen privaten Vorlieben vorging.

„Wie geht es den Kindern?“, fragte Gillian und streifte ihr blondes Haar hinters Ohr.

„Du siehst gut aus“, kommentierte er, anstatt auf die Frage einzugehen. Davids Töchter waren 16 und 13, lebten bei seiner Frau Tea, die gerade dabei war, mit ihrer Serie „Madam Secretary“ erneut durchzustarten. Seitdem sie geschieden waren, sah er sie seltener, doch David musste sich immer wieder sagen, dass er sie früher auch nicht öfter zu Gesicht bekommen hatte, da sie ein Internat besuchten.

„Danke …“, antwortete sie und errötete leicht. „Du siehst auch gut aus.“

Immer kam sie sich wie ein Teenager vor, wenn er in ihrer Nähe war und es kamen Gefühle in ihr hoch, die sie für keinen ihrer Männer jemals empfunden hatte – es war diese unglaubliche Nähe, dieses Wissen, dass nichts Unerwartetes zwischen ihnen wäre, da sie einander in und auswendig kannten.

„Man tut sein Bestes.“

„In unserem Alter bleibt einem auch nichts anderes übrig“, antwortete sie lachend. „Seit wann isst du wieder Fleisch?“

„Der Scheidung“, gab er ebenso lachend zurück. „Man macht, was man machen muss.“

Beide mussten lachten. Es war wie damals, als hätten die X-Files niemals ein Ende gefunden. Momente wie diese kamen selten vor, Momente, in denen sie Zeit alleine hatten, ohne dass viele Menschen dabei waren, die sie beobachteten. Das Publikum hier schien so jung zu sein, dass ihre Gesichter nicht erkannt wurden, sie in der Menge der jungen Leute unterging.

Das Essen kam schnell, das Carpaccio sah herrlich aus. Das Lokal war für seine frische Küche berühmt und ebenso köstlich waren das frisch gebackene Brot, die dunklen Oliven und das aufgeschnittene Fleisch. Als der Wein geöffnet worden war, hatte David ihn verkostet, bevor Gillian eingeschenkt worden war.

„Und wie läuft es sonst so?“, fragte er nach dem zweiten Glas etwas ungeniert.

„Was meinst du?“

„Du weißt schon …“

„Unverändert.“

„Und das wäre?“

„Ich kümmere mich um meine Kinder und lese die Skripten …“

„Okay …“, murmelte er und sah sie von unten an, als er dabei war, seine Pizza zu schneiden. „Vielleicht möchtest du mir mehr verraten?“

„Es gibt nichts zu erzählen David, wenn es etwas gäbe, wäre ich nicht hier.“ Mit diesem Satz hoffte Gillian inständig, jegliche Diskussion einzudämmen, denn sie war es leid, immer über dasselbe mit ihm sprechen zu müssen. Jedes Mal zog er sie mit ihren Liebschaften auf, sofern sie ein Wort darüber verlor, doch war seit längerem niemand in Sicht, mit dem sie auch nur im Entferntesten daran interessiert wäre, Intimitäten auszutauschen. Und dann war da David.

Irgendwann hatte sie im letzten Jahr in einem Interview gesagt, dass vielleicht mehr als Anziehung zwischen ihnen wäre, es aber niemals zu mehr kommen könne. Manchmal dachte sie noch an diese Aussage und fragte sich, wie sie sie tätigen konnte. Unbedacht auf alle Fälle. Denn im Momenten wie gerade diesem jetzt, wenn sei ihm so gegenüber saß, immer wieder in seine braunen Augen sehen konnte.

Nach dem Essen, bei der zweiten Flasche war es tatsächlich, als hätten die Serienaufnahmen niemals aufgehört oder die der Filme. Sie lachten, als hätten sie keine Monate, Jahre getrennt voneinander vollbracht, sondern würden immer noch den Großteil des Jahres mitsammen verbringen, so wie damals. Einst.

„Ich muss wirklich sagen, Gillian, du wirst immer schöner.“ Als er diese Worte aussprach, blickte er ihr tief in die Augen. So wie damals errötete sie auch dieses Mal bei seinen Worten. Es war immer so, wenn er ihr Komplimente machte, dann fühlte sie sich wieder wie 16.

„Wo wohnst du?“

„Wahrscheinlich im Langham?“

„Du hast noch kein Zimmer?“

„Ich bin erst heute angekommen.“

Gillian fragte nicht weiter nach, sondern lächelte lediglich.

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„Wollen wir noch in eine Bar, auf einen Cocktail“, fragte David nach, als sie wieder an der frischen Luft standen. Zwei Flaschen Wein waren nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen und er hatte seinen Arm um Gillian gelegt, presste ihren schlanken Körper an seine Seite.

„Ich denke, wir haben genügend getrunken …aber vielleicht möchtest du noch einen Kaffee?“

„Vielleicht?“, antwortete er und ließ seine Hand über ihren nackten Oberarm wandern. Eventuell war es ein Fehler, eventuell würde sie es bald bereuen, noch in derselben Nacht, aber im Moment fühlte es sich richtig an.

Die Taxifahrt verging wie im Flug, obwohl sie einander anschwiegen. Es war diese Spannung, die zwischen ihnen herrschte, Spannung, die man schneiden konnte. Vielleicht war es doch mehr als diese gewisse Anziehung, die zwischen ihnen existierte.

An ihrem Apartmentgebäude angekommen, fragte David zweimal nach, ob sie sich sicher war, dass dies eine gute Idee sei und immer wieder stimmte sie zu. Jetzt war es eine gute Idee, denn seine Nähe löste das Unglaubliche in ihr aus, dieses Gefühl der Wärme und dem Drang, mehr von ihm zu spüren. Wann war dies das erste Mal passiert? Wann hatte sie das erste Mal mit dem Gedanken gespielt, wirklich mehr von und mit ihm zu wollen?

Das Erste, das Gillian tat, als sie die Wohnung betrat, war, ihre Schuhe abzustreifen und schon war sie wieder einige Zentimeter kleiner und David störte dies nicht im geringsten. Im Gegenteil, er fand Gefallen daran, dass sie ihn behandelte, als wäre es vollkommen normal, ihn nachhause zu bringen. Und er hatte sich nach ihr gesehnt, dem guten Geruch, den sie an sich trug, ihrer natürlichen Art und nicht zu vergessen dem blinden Vertrauen, das sie einander schenkten.

Früher hatte sie niemals Parfum getragen und erst beim letzten Treffen, im Winter, war es ihm in die Nase gestiegen – Tom Fords Jasmine Rouge. Es war ein einzigartiges Parfum, ein Geruch den er seitdem so sehr mit ihr verband, dass er bei dem geringsten Duft von Jasmin an Gillian denken musste. Und dies kam in letzter Zeit immer häufiger vor.

Gillian verschwand in den Wohnraum an den Kühlschrank. David sagte kein Wort, nicht eine Silbe, als er von hinten auf sie zukam und seine großen Hände um ihre Taille legte. Innerhalb hatte er gehofft, dass sie ihm irgendein Zeichen geben würde, falls sie nicht nach demselben verlangte wie er, doch genau das Gegenteil schien der Fall zu sein. Sie griff nach seinen Händen, vor der offenen Kühlschranktüre stehend, und schloss sie enger um sich. Es fühlte sich gut an, sich an ihn anlehnen zu können, seinen Atem auf ihrer Haut zu spüren.

Wieso hatte sie dies nicht bereits vor Jahren zugelassen? Andeutungen hatte er im Laufe der letzten zehn Jahre immer wieder gemacht, zumindest hatte Gillian manch eine Anmerkung so aufgefasst. Doch war er verheiratet gewesen, ab und an von Tea getrennt, aber verheiratet.

Vorsichtig lehnte sie ihren Kopf zur Seite, um ihm die Möglichkeit zu bieten, den nächsten Schritt zu machen und David bauchte nicht zweimal gefragt zu werden und begann seine Lippen über den entblößten Hals wandern zu lassen.

Die Geräusche, Töne, die ihren geöffneten Lippen kamen, konnte man nicht beschreiben, allerdings brachten sie David dazu, seine Erektion fester in ihren Rücken zu pressen und sie drückte sich an ihn und führte seine Hände an ihren Busen, forderte sie auf, weiterzugehen.

Natürlich hatte sich ihr Körper verändert, seit sie sich das erste Mal gesehen hatten. War sie damals etwas fester gebaut gewesen, war ihr Körper heute im durchtrainiert – nicht zu viel und nicht zu wenig, nur so viel, dass man sich vor der Kamera ausziehen konnte. Und das Stillen zweiter Kinder verändert nun einmal einiges.

David brauchte keine weitere Aufforderung. Rasch fanden seine Finger den tiefen Ausschnitt und eine Hand griff hinein.

Einen raschen Moment später, hatte sich Gillian umgedreht und seine Lippen waren auf den ihren, während sie etwas in der Küche in Richtung der Arbeitsplatte wanderten. Mit einem Tritt schloss sich die Kühlschranktüre, ohne dass Inhalt herausgenommen worden war.

War sie jemals so geküsst worden, voller Leidenschaft aber ohne sie zu drängen? Ohne Druck und doch voller Erwartung?

Nur für einen Augenblick spürte sie die Platte hinter sich, als sie auch schon auf dieser saß und David sich an ihrem smaragdgrünen Kleid zu schaffen machte. Rasch war es von ihren Schultern gestreift und der dunkelhaarige Mann bewunderte nichts, gab ihr keine Zeit, um sich anders zu entscheiden, denn schon waren seine Lippen an ihrer Brust, seine Hände unter ihrem hochgeschobenen Kleid, während ihre dabei waren, sein Hemd aufzuknöpfen.

Kurz ließ er von ihr ab, ließ das Hemd zu Boden gleiten, streifte die Hose ab und stand nun nur noch in Boxershorts vor ihr – schwarz mit kleinen grünen Außerirdischen darauf. Kurz lachte Gillian auf, doch ließ er ihr abermals keine Zeit. Das Kleid um ihre Taille geschoben, war sie beinahe genauso nackt wie er es war und offensichtlich mehr als nur etwas erregt.

„David …“, sagte sie auffordernd und verlangte von ihm, wieder zu ihr zu kommen.

Vielleicht war es nicht der richtige Tag, der richtige Moment, vielleicht war es überhaupt nicht richtig, aber diese Anziehung war magisch, die sie teilten, die sie nun seit mehr als 20 Jahren ignorierten und nun hatten sie diesen magischen Moment überschritten.

Wie oft hatte sich David vorgestellt, wie es wäre, einfach nach London zu fliegen, sie nach einer ihrer „A Streetcar named Desire“ Vorstellungen abzupassen, sie in sein Hotelzimmer mitzunehmen und unbeschreibliche Sachen mit ihr zu machen?

Wahrscheinlich ebenso oft, wie Gillian sich mit dem Geständnis beschäftigt hatte, dass er sexbesessen sei, als er sich vor einigen Jahren auf „Entziehungskur“ begeben hatte. Immer wieder war es durch ihren Kopf gegangen, wie es wohl mit ihm sein müsse – sein Erfahrungsschatz musste unglaublich sein und ihre Fantasie war es auch immer gewesen. In all den Jahren, all den Beziehungen war es immer er gewesen, um den sich ihre wildesten Träume, Fantasien gedreht hatten.

„Bist du dir sicher?“

„Hm….“, stimmte sie zu.

„Hier?“

„Wieso nicht?“

„Wir sind in der Küche ….“

„Stört dich das?“, konnte sie gerade noch aussprechen, bevor David ihr aus dem Slip half, mit seinen Finger über intimsten Stellen fuhr. Gott; dies errege ihn noch mehr und Gillian konnte das Zucken seiner Erektion, die den Kampf gegen die Boxershorts schon gewonnen hatte – da sie aus dem Bund gewachsen war.

Wie lang war sie nun mit keinem Mann zusammen gewesen? Zwei Jahre? Und dann ruft er an, fragt nach einem Abendessen und nun waren sie hier, in ihrer Küche, beinahe nackt.

„Bitte …“, flehte sie. Sie musste ihn wieder spüren. An sich. In ihr.

„Wie kann man deinen blauen Augen und diesem bezaubernden Lächeln widerstehen?“

Mit diesen Worten ging er wieder zu ihr und küsste sie, es war ein Kampf ihrer Zungen, denn Gillian konnte nicht genug bekommen, wollte mehr. Viel mehr. Sie schlang ihre Beine um seine Hüften und presste ihn dorthin, wo sie ihn spüren wollte. Doch er ließ es noch nicht zu. Noch nicht. Unter ihren Po greifend, trug er sie in das Schlafzimmer, dessen Türe offenstand und legte sich mit ihr aufs Bett.

„Gillian, ich kann es dir gar nicht …“

„Nicht sprechen, David. Nicht sprechen ….“, forderte die Blondine und griff nach dem Bund seines Boxershorts, streifte sie ab und umfasste im selben Augenblick seine Erektion.

Er stöhnte auf. Laut. Zu den Männern, die bettelten und flehten, gehörte er eigentlich nicht, doch in diesem Augenblick war er kurz davor, allerdings ließ ihm Gillian keine Zeit dafür. Sie zog ihre Beine an, spreizte sie dadurch etwas mehr und führte sein erigiertes Glied dorthin, wo sie es haben wollte.

Für eine Sekunde herrschte absolute Stille im Raum. Sie blickten einander tief in die Augen. Zum selben Zeitpunkt mussten beide lächeln und genau diesen nutzte er und drang in einem Zug in sie ein. Fest. Hart.

Gillian stöhnte lauf auf. Rief seinen Namen und spornte David an, sich endlich zu bewegen. Dieser hingegen versuchte alle seine Konzentration zu bündeln, um nicht zu früh zu kommen. Um nicht genau in diesem Moment bereits zu ejakulieren und diesem Liebesspiel ein Ende zu setzen.

Zu viele Jahre hindurch hatte er sich immer und immer wieder gefragt, wie es sich anfühlen würde, in ihr zu sein, sie um sich zu spüren. Einfach Gillian zu küssen, ohne dass die Kameras dabei waren. In sie einzudringen. Würde sie ihre inneren Muskeln zusammenziehen, wenn sie einatmete – ja. Würden sich ihre Brustwarzen zusammenziehen und wären sie immer noch farblich so hell wie früher? Würde sie ihn ganz in sich aufnehmen? Es hart wollen oder langsam? Wäre sie so flexibel, dass er Diverses mit ihr machen könnte? Würde sie es einmal pro Nacht mit ihm machen wollen?

Viele Fragen waren ihm in den letzten Jahren durch den Kopf gegangen. Sehr viele. Doch nun dachte er an all das nicht mehr. Er begann sich endlich zu bewegen und während er dies tat, schon sie ihre Knie immer wieder in Richtung seiner Kniekehlen, bevor David sie über seine Schultern legte und noch tiefer in sie eindrang.

Nein, er war keiner der Männer, die mit wenig ausgestattet waren und immer wieder hatten ihm Frauen gesagt, dass er über dem Durchschnitt lag, besonders in seiner Weite. Gillian sagte kein Wort. Ihre Augen waren geschlossen, ihr Mund offen, eine ihrer Hände an seiner Schulter, die andere in seinem Haar.

Rasch wurde sein Rhythmus erratisch aber immer fester und sie verlangte danach, spornte ihn an, sagte immer wieder seinen Namen.

„Gillian … ich glaube …“ Mehr verlangte es nicht und ihr Brustkorb bäumte sich auf, sie schrie auf und kam. Ihr Orgasmus war so intensiv, dass David nicht anders konnte, so sehr er sich bemühte, und davon mitgerissen wurde.

Einige Minuten vergingen, Gillian löste ihre Beine von seinen Schultern. Beide fanden wieder Luft und allmählich begann sich ihr Herzschlag zu normalisieren. Trotzdem hatte sie ihre Arme um ihn gelegt und streifte ihm durch seine zerzauste Mähne. Blickte ihn mit großen Augen an.

Als er sich von ihr rollen wurde, ließ sie dies nicht zu. „Ich will dich spüren.“

„Bin ich denn nicht zu schwer?“

„Nein“, erklärte sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Ihr Dekolleté war leicht gerötet, ebenso ihre Wangen. „Ich habe mich seit Jahren gefragt, ob es jemals dazu kommen würde ….“

„Ich auch.“

„Hast du das geplant gehabt, als du mir auf den AB gesprochen hast?“

„Gott nein, Gillian. Ich war mir nicht einmal sicher, ob du kommen würdest, wenn du in der Stadt gewesen wärst.“

Verwundert sah sie ihn daraufhin an. „Wieso sollte ich nicht kommen?“

„Ich weiß es nicht.“

„David …“

„Weil ich dir das letzte Mal so lange in den Ausschnitt gestarrt habe und du … du hast nichts gesagt.“

Wage erinnerte sich Gillian an das Treffen zurück. Sie hatte eine weiße Bluse getragen und einen weißen BH darunter, die Knöpfe etwas zu weit offen und dazu enge dunkelblaue Hosen und Highheels. Sie hatte ihn tatsächlich erwischt, aber nichts gesagt. Zu sehr hatte es sie erregt zu wissen, dass er immer noch „ansprang“, wenn sie etwas Gewagtes trug.

„Hm …“

Sein Kopf lag nun auf ihrer Brust und mit seinem Zeigefinger umkreiste er die eine, so sensible Brustwarze und sah ihr zu, wie sie sich abermals zusammenzog, bevor er begann, diese mit seiner Zunge zu bearbeiten.

„Ich möchte mehr, Gillian.“

„Ich weiß“, und das hatte sie vermutet. Es war eben genau diese Vertrautheit, die zwischen ihnen herrschte und wenige Worte verlangte. Sie kannten sich gut, vielleicht zu gut, und vielleicht war es ein Fehler, aber man konnte es nicht wissen. Vielleicht würden sie mit all dem hier alles zerstören, das sie über die Jahre aufgebaut hatten, aber die Spannung, die Anziehung war einfach zu viel gewesen. Über zwei Dekaden hatten sie dagegen angekämpft, aber es war einfach nicht mehr gegangen.

„Ich auch, David“, gestand sie ihm schließlich, bevor er erneut in sie eindrang und das Spiel von vorne begann.

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THE END

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About starthebuck

Ich lese um zu träumen, träume um zu lesen. This blog about books is partly in English and partly in German mostly because I read in both languages and sometimes it makes more sense to review in the language you read even if grammer sucks!
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One Response to Anziehungskraft (RPF Gillian Anderson & David Duchovny) – Rated M

  1. scullyxmulder says:

    Eigentlich lese ich keine Fanfictions, aber seit ich die neuen Bilder von Gillovny gesehen habe… tja, anders überlegt und ich bereue es kein bisschen. Omg, ich liebe es!!

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